Die Erbhof-Familen Mair (links) und Agethle mit den Ehrengästen (hinten von links): Bauernbundobmann-Stellvertreter Seppl Lamprecht, Bauernbunddirektor Siegfried Rinner, Bauernbundobmann-Stellvertreter Viktor Peintner, Landesrat Hans Berger und (ganz rechts) Bezirksobmann Andreas Tappeiner.

Zwei neue Erbhöfe

Publiziert in 4 / 2010 - Erschienen am 3. Februar 2010
Schlanders – „Die Ver­leihung der Erbhofurkunde ist die Adelung eines Hofes“, sagte Landesrat Hans Berger, der bei der Bezirkstagung des Bauernbundes zwei Erb­hofurkunden verleihen konnte. Als Erbhöfe „geadelt“ werden ausschließlich Höfe, die mindestens 200 Jahre lang innerhalb derselben Familie in gerader Linie oder in der Seitenlinie bis zum 2. Grad übertragen worden sind und vom derzeitigen Eigentümer selbst bewohnt und bearbeitet werden. Weiters muss es sich um einen geschlossenen Hof handeln. Die zwei neuen Erbhöfe sind der Englhof in Schleis und der Schwalthof in Kortsch. Der Englhof ist seit 1673 im Besitz der Familie Agethle. Der Betrieb umfasst 6 ha: 5 ha Gründland und 1 ha Getreide (kontrolliert biologischer Anbau). Die Tradition der Milchalmen hat den Eigentümer Alexander Agethle veranlasst, die gesamte Milch des Betriebes zu veredeln. Seit 2003 wird die Kuhmilch zu Rohmilchkäse verarbeitet. Die Arbeit am Hof wird von 2 Generationen verrichtet: Vater Lorenz kümmert sich um die Kühe und die Milchproduktion, der Senn Max Eller ist für Käseproduktion zuständig und Frau ­Agethle für den Ab-Hof-Verkauf. Der Hofeigentümer koordiniert den Betrieb. Der Schwalthof in Kortsch steht im Eigentum von Herbert Mair. Den Haushalt verrichtet eine Schwester. Der Hof umfasst ca. 8 ha Obstanlagen. Auf 1.500 Quadratmeter wird zusätzlich Wein angebaut.
Josef Laner
Josef Laner
Vinschger Sonderausgabe

Diese Seite verwendet Cookies für funktionale und analytische Zwecke. Lesen Sie unsere Cookie-Richtlinien für weitere Informationen. Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich damit einverstanden.