Nur noch den Fuß in der Tür
Publiziert in 7 / 2010 - Erschienen am 24. Februar 2010
Partschins – Ewald Lassnig wirkte nach der Entscheidung, nicht als BM zu kandidieren, entspannt und konnte der Situation im Partschinser Gemeindeausschuss noch ein schönes Wortspiel abgewinnen, als er meinte: „Die wollen, dürfen nicht, und die können, wollen nicht.“ Damit traf er den politischen Nagel in seiner Gemeinde so ziemlich auf den Kopf, löste aber unter den Parteifreunden Betroffenheit aus. Lassnig gehört zu denen, die wollten, aber nicht mehr dürfen. Was er aber darf, ist, sich als Rat aufstellen zu lassen. „Und das habe ich gestern bekannt gegeben. Ich werde als Rat kandidieren, aber als Bürgermeister… Zeit hätte ich genug, aber fünf Jahre sind eine lange Zeit und die Arbeit wird nicht weniger. Ein gewisses Alter hat man erreicht und rückblickend kann ich mit einer gewissen Genugtuung feststellen, auch sonst allerhand erreicht zu haben“, meinte Lassnig. Gemeinsam mit Bürgermeister Tappeiner hatte er 46 Jahre lang die Geschicke der Gemeinde mitbestimmt. „Wenn ich gewählt werde, hätte ich halt noch einen Fuß in der Tür“, gab sich der langjährige Kultur- und Schulreferent anspruchslos.
Günther Schöpf