Viel Publikum zog der „Motorsägen-Künstler“ Markus Nabersberg aus Stilfs an; alles im Blickfeld hatte Maria Schuster (oben rechts mit Fächer), die kürzlich übrigens das 50-jährige Bestehen des „Café Schuster“ feiern konnte.

Wo sind hier die Äpfel?

Publiziert in 28 / 2010 - Erschienen am 21. Juli 2010
Schlanders – Viele Einheimische und auch Gäste sind am 16. und 17. Juli zu den 5. Vinschger Apfeltagen nach Schlanders gekommen. Viele fragten sich aber auch: Wo sind hier die Äpfel? Abgesehen von einer überdimensionalen Plastik-Attrappe, die einen Apfel darstellte, erinnerte in der Fußgängerzone so gut wie nichts daran, dass hier die Apfeltage stattfinden. Auf die Frage, was schief gelaufen ist, meinte OK-Chef Karl Pfitscher: „Die Schuld liegt zum einen an den Organisatoren und zum anderen auch daran, dass es bisher nicht gelungen ist, die Landwirtschaft aktiv mit einzubinden.“ Es seien Fehler passiert, „aber wir werden daraus lernen.“ Nicht vergessen dürfe man allerdings auch das Positive der zwei ­Apfeltage: „Die Führung durch die Obstgenossenschaft GEOS war gut besucht und auch die Kutschenfahrten kamen gut an. Mit der VI.P gab es eine gute Zusammenarbeit. Im Freien waren zwar leider keine Äpfel zu sehen, in etlichen Betrieben aber gab es sehr wohl Apfel­spezialitäten.“ Gut angekommen seien beim Publikum auch die 11 Marktstände, an denen vorwiegend typische Erzeugnisse aus dem Vinschgau angeboten wurden. Es fehlten in der Fußgängerzone zwar die Äpfel, was laut ­Pfitscher bedauerlich war, „aber trotz allem hat es von Seiten der Gäste auch gute und lobenswerte Komplimente gegeben und das ist das Wichtigste.“ Man werde jetzt schon daran arbeiten, „dass so ­etwas nicht mehr passiert und im nächsten Jahr kann es nur mehr besser werden.“ Dass Schlanders anders ist, hat sich bei den Apfeltagen erneut gezeigt, allerdings nicht unbedingt im positiven Sinn. Also warten wir ab, was sich im nächsten Jahr tut.
Josef Laner
Josef Laner
Vinschger Sonderausgabe

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