Saftig-knackige Kontakte nach Japan

Publiziert in 35 / 2011 - Erschienen am 5. Oktober 2011
Schlanders – Nagano ist in Südtirol seit den Olympischen Winterspielen von 1998 zwar ein Begriff, aber als innovatives ­Apfelanbaugebiet kennen es Südtirols Experten erst seit 2007. Damals hatten Fachleute des Südtiroler Sortenverbesserungskonsortiums (SK) und des Versuchszentrums Laimburg Gelegenheit, Obstbaugebiete der japanischen Präfektur Nagano zu besuchen. Damals wurde erstmals ein prüfendes Auge auf die Sorte „Shinano Gold“ geworfen. Edelreiser der gelbschaligen Sorte wurden ins Versuchszentrum Laimburg gebracht. Der Pomologe Walter Guerra und der damalige Direktor des SK, Kurt Werth, urteilten über den Apfel: „Die Früchte sind besonders saftig und knackig und haben einen sehr guten Geschmack. Unsere bisherigen Testergebnisse sind vielversprechend“. Das war der Anstoß, „Shinano Gold“ in das „Sortenerneuerungsprogramm“ der Südtiroler Obstwirtschaft aufzunehmen. Bis Anfang 2012 soll die Test­phase dauern. Inzwischen haben sich VI.P und VOG exklusiv die Vermarktungsrechte gesichert. Südtirol wurde von den Japanern als alleiniger Handelspartner in Europa anerkannt. Ein erster, intensiver Kontakt auf Südtiroler Boden ergab sich Mitte September, als Präfekt Shuichi Abe eine Delegation von 40 Obstbauern und Obstverkäufern aus Nagano zuerst zum Verarbeitungsbetrieb CAFA in Meran, dann zum Sitz des VOG in ­Terlan und von dort zur GEOS in Schlanders führte. VI.P-Obmann Karl Dietl, auch Obmann in der GEOS, und VI.P-Direktor Sepp Wielander erläuterten das inzwischen bewährte Vermarktungskonzept der VI.P und begleiteten die Gäste zusammen mit Markus Bradlwarter, amtierender Direktor des SK, und seinem Vorgänger Kurt Werth durch das Obstmagazin.
Günther Schöpf
Günther Schöpf
Vinschger Sonderausgabe

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