Nach vielen Jahren fließt wieder Wasser
Publiziert in 44 / 2011 - Erschienen am 7. Dezember 2011
Mals – Gleich mehrere Fliegen auf einen Streich wurden in Mals mit dem Projekt der Neuverlegung der Trinkwasserleitung entlang eines Teilstücks des unteren Waals zwischen dem Margunweg und der Ortweinstraße geschlagen.
Hand in Hand mit dem Bau der neuen Trinkwasserleitung wurde der teilweise arg verwachsene und kaum mehr begehbare Waalweg instand gesetzt, mit Stützmauern aus Stein abgesichert und verbreitet, sodass der Weg nun auch für Eltern mit Kinderwagen bequem begehbar ist. Ein bisschen stolz zeigten sich Bürgermeister Ulrich Veith und der Projektant Günther Kreidl (Ingenieurgemeinschaft Patscheider & Partner) bei einem Ortsaugenschein am 29. November darüber, dass der Waal entlang eines Teilstücks jetzt nach vielen Jahren wieder Wasser führt.
Als besonders wichtig nannte Kreidl den Aspekt der Sicherheit: „Wenn jetzt vom Gebiet oberhalb des Weges viel Wasser abfließt, rinnt es nicht mehr unkontrolliert Richtung Bahnhof, sondern wird abgeleitet.“ Gleichzeitig mit der neuen Trinkwasserleitung, die übrigens durch Privatgrund verläuft, wurden auch Lehrrohre für das Strom-, Telefon- und Glasfaserkabelnetz verlegt. Die derzeitigen Freileitungen sollen in absehbarer Zeit verschwinden.
Der Bürgermeister wertet das Projekt als einen weiteren Schritt der Öffnung und Instandsetzung von Gehwegen in Mals: „Je mehr Fußverbindungen es gibt, desto mehr entlasten wir den Ortskern vom Verkehr.“ In Zukunft seien weitere Projekte dieser Art geplant, auch an eine Fortsetzung des Projektes am unteren Waal in Richtung Dorfmitte werde gedacht. Mit dem Großteil der Anrainer bzw. Grundbesitzer habe die Zusammenarbeit beim jetzigen Projekt sehr gut funktioniert. Die Anrainer seien froh, jetzt vor Wassereinbrüchen geschützt zu sein und zudem bequem zu Fuß ins Dorf zu gelangen.
Mit der Umsetzung des Vorhabens war anfangs August begonnen worden. Der beauftragten Firma Wallnöfer Walters’ Erben ist es zusammen mit der Projektleitung gelungen, das Projekt vor dem geplanten Endtermin (Ende Dezember 2011) fertig zu stellen. Die Gesamtkosten beliefen sich auf ca. 240.000 Euro.
Josef Laner