„Es gibt nur gute Musik und schlechte Musik“
Publiziert in 45 / 2011 - Erschienen am 15. Dezember 2011
„Es gibt keine abstrakte Musik; es gibt nur gute Musik und schlechte Musik. Wenn sie gut ist, bedeutet sie etwas.“ Diesem Zitat von Richard Strauss - nachzulesen in der Einleitung zum Konzertprogramms 2012 von „musica viva Vinschgau“ - will der Musikverein auch im neuen Jahr gerecht werden.
Den Beweis dafür liefert ein Blick auf das reichhaltige Konzertprogramm, mit dem „musica viva Vinschgau“ in bewährter Zusammenarbeit mit dem Bildungshaus Schloss Goldrain aufwartet. Dank der Zusammenarbeit mit anderen Musikanbietern kann sich das Publikum erneut auf ein niveauvolles und abwechslungsreiches Konzertjahr freuen. Das Ziel bleibt dasselbe, nämlich vor allem klassische Musik im Vinschgau zu fördern und zu pflegen. „Musik bereitet Freude, sie formt und prägt den Menschen,“ sind sich Vereinspräsident Hermann Schönthaler und der künstlerische Leiter Josef Lanz einig.
Den fulminanten Auftakt bildet das Neujahrskonzert, zu dem „musica viva Vinschgau“ in Zusammenarbeit mit dem Kulturhaus Schlanders am Mittwoch, 4. Jänner 2012 um 20 Uhr in das Schlanders Kulturhaus einlädt. Zu hören und zu sehen sind das Kammerorchester und Ballett des Sorbischen National-Ensembles.
Mit Musik von Franz Schubert, dargeboten von Andrè Schuen und Daniel Heide, geht es am 31. Jänner im Kulturhaus in Schlanders weiter. Am 8. März tritt - ebenfalls im Kulturhaus Schlanders - das Haydn Orchester mit Werken von Peter Iljitsch Tschaikowsky und Dimitri Schostakowitsch auf.
Auch Konzert-Busfahrten nach Meran und Brixen bietet der Verein in Zusammenarbeit mit Musik Meran und der Brixner Initiative Musik und Kirche wieder an: am 1. April ist in der Meraner Stadtpfarrkirche die Johannespassion von Johann Sebastian Bach zu hören und am 31. August im Brixner Dom Joseph Haydns Schöpfung.
Zu den Höhepunkten zählt sicher auch der Konzertabend, der am 10. April in der Pfarrkirche Schlanders vom Bezirkschor Vinschgau/Burggrafenamt des Südtiroler Chorvebandes und dem Orchester der Musikfreunde Meran bestritten wird.
Konzerte in Erinnerung
an Johann Rufinatscha
Im Kulturhaus in Mals wird am 5. Mai ein Jubiläumskonzert mit Maria Erlacher, Andreas Lebeda und Annette Seiler in Erinnerung an Johann Rufinatscha dargeboten. Der Malser Komponist Johann Rufinatscha wurde vor 200 Jahren geboren. Am 20. Oktober findet im Kulturhaus Mals ein weiteres Jubiläumskonzert Johann Rufinatscha statt, dieses Mal mit Marlies Nussbaumer. Bei einem weiteren Konzert am 24. November stehen in Mals erneut Werke von Johann Rufinatscha im Mittelpunkt. Bestritten wird dieser Abend von Belinda Loukota, Andreas Mattersberger und dem Orchester der Akademie St. Blasius. Die Jubiläumskonzerte finden in Zusammenarbeit mit den Tiroler Landesmuseen Innsbruck und der Gemeinde Mals statt.
Weitere Konzerte im neuen Jahr gibt es am 18. Juni im Kulturhaus Schlanders mit Angelika Kirchschlager und Robert Lehrbaumer (klassische Lieder, die den Einzug ins Volkslied gefunden haben), am 1. Juli in St. Peter in Tanas (Orgelmusik mit Peter Waldner), am 4. Juli im Kultursaal Schluderns (Vokalensemble „Die Singphoniker“), am 12. August in der St. Veit Kirche auf dem Tartscher Bühel (Alexander Neubauer und Amarida Ensemble), am 14. Oktober im Kloster Marienberg (Vokalensemble Cuncordu de Orosei aus Sardinien), am 5. November im Kulturhaus Schlanders (Haydn Orchester) sowie am 15. Dezember 2012 in der Pfarrkirche Laas (Adventkonzert mit dem Doppelsextett Carinthia).
Der Beitrag für die Mitglieder von „musica viva Vinschgau“ beträgt weiterhin 20 Euro. Der Verein hofft, dass auch die bisherigen Fördermitglieder dem Verein treu bleiben. Der Förderbeitrag (200 Euro) gilt gleichzeitig als Jahresabonnement (ausgenommen sind die Veranstaltungen in Meran, Brixen und Mals).
Josef Laner