Die Engstelle bleibt zwar, aber...
Publiziert in 30 / 2010 - Erschienen am 1. September 2010
Laas – Immer wieder wird von nicht wenigen Bürgern in Laas die Engstelle im Bereich der westlichen Dorfeinfahrt kritisiert. Diese berühmt-berüchtigte Engstelle war schon mehrfach Schauplatz von Unfällen mit teils erheblichen Sachschäden. Zwei Autos kommen zwar aneinander vorbei, ein Lkw und ein Auto aber nur schwierig und zwei Lkws überhaupt nicht. Die Fahrbahn ist im Zuge der Errichtung einer Fußgänger- und Radwegverbindung in Richtung Sportplatz „Trai“ ziemlich stark eingeengt worden. Auch eine Fußgängerunterführung unter der SS 38 wurde im Zuge der Arbeiten gebaut und im Mai 2009 offiziell eröffnet. Zusätzlich zum bestehenden, südseitigen Gehweg im Bereich der Engstelle entstand auf der Nordseite der neue Fuß- und Radweg, zur Fahrbahn hin abgegrenzt mit einem Metallgeländer. Genau dieses Geländer wurde erst vor wenigen Tagen von einem Fahrzeug bei einem Ausweichmanöver gerammt.
Der Gemeindeausschuss hat sich am 25. August mit der Engstelle befasst und Maßnahmen beschlossen. Wie Bürgermeister Andreas Tappeiner dem „Vinschger“ gegenüber einräumte, sei zwar Handlungsbedarf gegeben, um dieser „Kinderkrankheit“ Herr zu werden, doch vom Prinzip, wonach mit der Engstelle gemäß der Studie des Verkehrsexperten Hermann Knoflacher eine Reduzierung der Geschwindigkeit erreicht werden soll und derzeit auch erreicht wird, rücke die Verwaltung nicht ab. Die Engstelle wird demnach nicht verschwinden, wohl aber werde sie entschärft. Erreicht werden soll dies vor allem mit der Verlängerung der südseitigen, bereits bestehenden Ausbuchtung in Richtung Dorf, und zwar im Bereich der Kurve. Im Gegenzug dazu wird ein Teilstück des südseitigen Gehweges zurückgebaut, ohne allerdings dabei die Sicherheit der Zufahrt zum dortigen Gebäude des Wohnbauinstituts zu beeinträchtigten. „Im Bereich der zu verlängernden Ausbuchtung können künftig auch zwei Lkws kreuzen“, so Tappeiner. Außerdem werde der letzte Teil der Engstelle vor dem Dorf dann auch einsehbar sein, sodass zum Beispiel ein Lkw-Lenker bei Bedarf rechtzeitig anhalten kann. Für das verbleibende Teilstück der Engstelle in Richtung Dorf werde für Lkws eine abwechselnde Einbahnregelung ausgeschildert. Damit die vom Dorf kommenden Verkehrsteilnehmer rechtzeitig auf die Engstelle aufmerksam gemacht werden können, sind bessere Markierungen bzw. anderweitige Maßnahmen im Bereich der Bushaltestelle vorgesehen.
Umsetzen will die Gemeinde die laut Tappeiner „durchaus sinnvollen Maßnahmen“ im Frühjahr 2011.
Josef Laner