Ganz zufrieden scheinen Petra Windegger und Alois Frank (rechts) zu sein, dass Stefan Winkler und seine Gruppe sich der Palabir angenommen haben.

Schmackhafte Obervintschgerin im Blick

Publiziert in 31 / 2010 - Erschienen am 8. September 2010
Glurns – Sie ist zwischen Latsch und Burgeis beheimatet, aber eine typische Obervinschgerin, wohl geformt, aber niemals gleich, sie ist süß, vielseitig und man traut ihr einiges zu. Außerdem hat sie eine Handvoll männlicher Landsleute derart für sich eingenommen, dass diese als Arbeits­gruppe getarnt mit voller Kraft Lobby-Arbeit betreiben. Die Gruppe könnte sich zum „Freundeskreis“ ausweiten. Ausgeschlossen ist das nicht. Von einer stillen Frucht und stillen Größe ihrer Bäume kann keine Rede mehr sein. Die blühenden Giganten, die im Frühjahr Teil einer unvergleichlichen Vinschger Landschaft sind, bekommen Unterstützung. Und was für eine. Der Bildungsausschuss Glurns – mit Frauen an der Spitze – hat 2008 den ersten „Anstoß erregt“. Mit einem Wochenende, das ganz der Vintschger Palabir gewidmet war. 2009 waren es schon drei Tage mit neuen Erkenntnissen zu Herkunft und Verwendung der „Apothek­erbirne“. Damals hatte ein Apotheker die Geheimnisvolle vorgestellt. Heuer ist das Comeback der „Vintschger Palabir“ – bitte ab jetzt das t nicht vergessen! – auf sechs Palabira-Tage ausgedehnt und auf die erwähnten männlichen Schultern verteilt worden. Bildungschefin Petra Windegger stellte eine Arbeitsgruppe mit Walter Habicher, Leo Stecher, Ägidius Wellenzohn, Stefan Winkler, alle aus Glurns, und Walter Tschenett aus Schluderns vor. Welchen Stellenwert die Palabir unter seinen Matscher Vorfahren hatte, erzählte Vizebürgermeister Alois Frank. Welchen Stellenwert sie in Zukunft haben wird, liege in den Händen von Bildungsausschuss und Gemeinde übergreifender Arbeitsgruppe. „Die Verwaltung wird auf eurer Seite sein“, bekräftige Frank. Mit einem Markttag in der Marktstadt, mit textlich-musikalisch begleiteter Wanderung, mit Schaukochen und „Divanojazz“, Fitness-Training der „eigenen Birne“, Flurbegehung, Sortendiskussion, Kulturwanderungen, geführter Radwanderung, einem Kochabend und schließlich mit dem legendären Palabira-Sunnta, mit Prozession und Festbetrieb am Stadtplatz, wird der „süßen Obervintschgerin“ sechs Tage lang im Zeitraum vom 11. bis zum 19. September gehuldigt. Wichtiges über die 3. Vintschger Palabira-Tage mit Beginn der Veranstaltungen, der Konzerte, Wanderungen, Kurse und des Produktverkaufs können Sie über die Nummer 0473 831097 erfahren.
Günther Schöpf
Günther Schöpf
Vinschger Sonderausgabe

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