Jubiläumsfest und Segnung des Schrägbahnsteiges
Publiziert in 31 / 2010 - Erschienen am 8. September 2010
Laas – Gleich zwei Feiern an einem Tag richteten die „Freunde der Schrägbahn“ aus. Bereits um 8 Uhr morgens wurde am Sonntag, 29. August, eine geführte Begehung des neuen Schrägbahnsteiges organisiert. Von der Talstation ging es in leichten Serpentinen bis zur St. Martinskirche und weiter bis zum „Wechsel“, wo sich ein wunderschön angelegter Rastplatz mit sehr guter Aussicht auf das Marmordorf Laas und Umgebung befindet. Genauso schön ist die Aussicht auf den Schrägwagen, mit dem das weiße Gold zu Tal gebracht wird. Der Steig führt sodann hinauf bis zum Maschinenhaus am Bremsberg. Die Gehzeit beträgt ca. eineinhalb Stunden. Entlang des Steiges wurden 5 Schautafeln angebracht, die eindrucksvoll den Transport des Marmors mit der Schrägbahn zeigen.
Im Anschluss an die Rückkehr zum Festplatz im Tal segnete Pfarrer Artur Werth den Steig. Dietmar Spechtenhauser, der Präsident des Vereines „Freunde der Schrägbahn“, erinnerte daran, dass der Schrägbahn vor dreieinhalb Jahren noch die Einstellung drohte. „Gott sei Dank ist es heute anders. Wir alle sind stolz, dass wir heute gemeinsam den 80. Geburtstag dieser Bahn feiern dürfen.“ Auch Nationalparkdirektor Wolfgang Platter zeigte sich begeistert vom Steig. Sämtliche Arbeiten, und zwar von der Trassenfindung bis hin zu den letzten Feinschliffen, wurden von den Mitarbeitern der Parkverwaltung ausgeführt. Auch 3 Wünsche äußerte Platter: die Schrägbahn sollte baldigst saniert werden, am schienen- und seilbahngestützten Abtransport sollte festgehalten werden und die Betreiber der Brüche in Laas und Göflan sollten bei ihren Verhandlungen auf einen gemeinsamen Nenner kommen.
Platters Wünsche seien auch seine eigenen, unterstrich Bürgermeister Andreas Tappeiner, zeigte aber eine gewisse Skepsis. Auch Tappeiner lobte die Initiative der „Freunde der Schrägbahn.“
Manni Strimmer