Lukas Schuler (ganz links) erzielt den Ausgleichstreffer.

Remis im Schlagerspiel

Publiziert in 31 / 2010 - Erschienen am 8. September 2010
Partschins – Nicht ganz den spielerischen Erwartungen entsprach das Schlagerspiel zwischen Partschins und Kastelbell-Tschars. Beide Vereine nahmen mit zum Teil neu formierten Mannschaften die Saison 2010/2011 in Angriff. Dass der Prozess des Findens oder der Integration von neuen Spielern nicht immer wie gewünscht vonstatten geht, ist ja hinlänglich bekannt. Vor allem bei den Gästen gab es im ersten Durchgang noch reichlich Abstimmungsprobleme. Die Heimmannschaft funktionierte da schon besser und hatte vor allem über die rechte Angriffsseite recht viel Freiraum, den Thomas ­Gurschler zwar öfters nutzte, lange Zeit jedoch kein entscheidendes Kapital daraus schlagen konnte. Gästetrainer­ Eschgfäller regte sich dann auch mit Recht über manche taktische Fehler seiner Jungs auf. Echte Torraumszenen ließen sich in Hälfte eins an einer Hand abzählen. Torschüsse von Tobias Abler und Thomas ­Gurschler für die Partschinser sowie von Andreas Tappeiner aufseiten der Gäste brachten so etwas wie Gefahr für das gegnerische Tor. Mit der Hereinnahme von Ramon De Lima Compagnoni kam etwas mehr Schwung in das Spiel der Gäste. Doch zuerst mussten sie einem Rückstand nachlaufen, den sie sich in der 50. Minute durch einen alten Bekannten einfingen. Martin Oberperfler (vorletzte Saison Kastelbell-Tschars) versenkte den von Tormann Radoccia nach einem Schuss von Thomas Gurschler abprallenden Ball zur 1:0 Führung im Tor. Der Ausgleichstreffer in der 68. Minute erregte die Gemüter der Hausherren. Nach einem langen Pass von David Jennewein in die Angriffsspitze der Gäste kam Lukas Schuler bei einem Zweikampf mit Stefan Pezzei zu Fall. Der Schiedsrichter ahndete diese Aktion als Notbremse, entschied auf Elfmeter und schickte Pezzei vom Platz. Tormann Lorenz Thuile im Partschinser Tor ahnte zwar die Ecke, gegen den wuchtig geschossenen Elfer von Schuler konnte er jedoch nichts ausrichten. Kurze Zeit später bewies Armin Wielander ­(Kastelbell-Tschars)­, dass er seine Rolle als Verteidiger auch vor dem gegnerischen Tor in sich spürt und drosch eine Hereingabe von De Lima Compagnoni völlig frei stehend übers Tor. Eine solche Chance bekommst als Verteidiger nicht jeden Tag. Doch auch die „gelernten“ Stürmer machten es dann nicht besser, Thomas Gurschler für Partschins und Andrè Kofler für Kastelbell-Tschars vergaben gute Einschussmöglichkeiten.
Oskar Telfser
Oskar Telfser
Vinschger Sonderausgabe

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