Bozen/Vinschgau – Über eine hohe Auszeichnung darf sich der aus dem Vinschgau gebürtige Künstler Manfred Alois Mayr freuen. Er wurde am 1. Dezember im Haus der Kultur „Walther von der Vogelweide“ in Bozen mit dem 1. Kunst am Bau-Preis geehrt. Die Beurteilung der internationalen Jury, bestehend aus Birgit Kornmüller aus Linz, Eva Gratl aus Bozen und Sean Griffiths aus London, war einstimmig erfolgt. Den Preis bekam Manfred Alois Mayr für seinen Goldlauf in der Festung Franzensfeste. „Der vergoldete Handlauf beflügelt Glücks- und Freiheitsfantasien. Ein goldener Handlauf führt hinauf zur Mittleren Festung und wird als permanente Installation erhalten bleiben. Die Berührung des Edelmetalls durch die Besucher ist ein Verweis an die in der Franzensfeste gelagerten Goldreserven. Der Goldstandard zwingt Nationen, Schulden und Papiergeld mit der entsprechenden Anzahl an Goldbarren abzugleichen. Der Künstler Manfred Alois Mayr schafft mit seinem ‚Goldlauf’ eine Skulptur, die sowohl Glücks- als auch Freiheitsfantasien evoziert,“ schrieb Marion Piffer Damiani zu Mayrs Werk. Und weiter: „Im Gold des Handlaufs bündeln sich spiegelnd die feinen Verstrickungen von Geld und Geist, aber auch die fragile Grenze zwischen Krieg und Frieden. Der Handlauf selbst ist sowohl Gebrauchsgegenstand als auch Symbol des Übergangs von einem Aggregatzustand zum anderen. Er erlaubt die körperliche Interaktion von Tasten, Greifen und Begreifen.“