„Wir müssen lernen, dieses Instrument in die Hand zu nehmen“, meinte er. „Die Bevölkerung muss mitgenommen werden. Wenn sie nicht mit will oder nicht teilnimmt, ist dies ein anderes Kapitel.“ Auf die Frage, wie er mit den Beschwerden aus Alsack umgehen wolle, meinte der Umwelt schützende Windkraft-Befürworter Gasser: „Sehr, sehr ernst nehmen. Diesen Problemen auch nachgehen. Lärm ist eine physikalisch messbare Größe. Es gibt die Einheit Dezibel und die ist nachzumessen. Wir müssen wissen, um welche Größen es geht. Nur davon reden, dass der Lärm unzumutbar ist, ist zu wenig. Ich bin überzeugt, dass 50 Prozent der Südtiroler Bevölkerung unter Lärm leiden und in unzumutbaren Verhältnissen leben. Beim Infraschall gibt es auch unterschiedliche Aussagen, aber dazu müssen Fachleute gehört werden. Die Erkenntnisse müssen in ein Konzept einfließen. Ich kann mir vorstellen, dass das Windrad tatsächlich zu nahe bei Alsack steht und dass es näher zur Staatstraße hätte kommen müssen, wo ohnehin Lärm besteht. Es muss aber objektiv darüber gesprochen werden.“
Zeit für Lösungen
Zu den kürzlich aufgetauchten Vorwürfen, seit Monaten nicht imstande gewesen zu sein, Kontakt zur Firma Leitner aufzunehmen, erklärte Ulrich Veith: „Nachdem im November letzten Jahres die Absage gekommen ist, hab ich natürlich sofort mit Leitner Kontakt aufgenommen. Aber ich gebe ehrlich zu, dass ich keinen Stress gehabt habe. Schließlich brauchen wir im Winter die Energie. Inzwischen liegen die Kosten für den Abbruch ohne Beseitigung der Betonsockel vor.“ Man spricht von mindestens 500.000 Euro. Woher soll das Geld kommen? „Wir haben 2011 keine Erträge an die Miteigentümer ausgeschüttet“, erklärte Veith, „um mögliche Abbaukosten zu decken. Derzeit wird untersucht, wer wie viel zahlen muss. Alles ist noch offen.“ „Letztendlich darf es der Bürger zahlen“, warf Gasser dazwischen. Veith: „Einen Teil wird Leitner zahlen, das ist kein Thema“. Es gibt also kein Zurück mehr? „Für die beiden Windräder auf keinen Fall. Auch Altbürgermeister Albrecht Plangger hat sein Wort gegeben: verlegen oder abbauen. Ich schließe aber nicht aus, dass man die Diskussion zur Windkraft auf demokratischer Basis wieder aufnimmt.