Unter Punkt 1 der Vereinbarung einigten sich die Parteien, „für die Dauer von 30 Jahren errichten und betreiben die oben angeführten Körperschaften auf der Parzelle (….) oder auch auf anderen zur Verfügung stehenden Grundstücken (…) a) eine Windkraftanlage von 1,2 MW Leistung auf Marein (…), b) eventuell weitere 4 bis 5 Windturbinen (…).“ An dieser Stelle ist zu vervollständigen, dass es 2010 einen Bürgermeisterwechsel in Graun und 2008 den in Mals gegeben hat. Sowohl Heinrich Noggler in Graun, als auch Ulrich Veith haben sich mit dem umstrittenen Erbe ihrer Vorgänger auseinandersetzen müssen.
Vieles spricht dagegen
Hans Zagler ließ es nicht bei den Unterlagen bewenden. „Der Kopf der Bürgerinitiative“ führte auch die Reaktionen der Autofahrer beim Schattenschlag an; er zitierte die Carabinieri, die von einer Häufung von Auffahrunfällen berichtet hätten. Er erzählte von den Reaktionen der Gäste, als man ihnen die Fotomontage laut Studie gezeigt habe. Er verwies auf die bestätigenden und ermutigenden Schreiben von Ärzten und legte das Dossier eines Mediziners aus Padua vor mit Untersuchungen zur Infra-Schall Problematik in der Nähe von Windkraftanlagen. Zagler wies nach, dass man nicht von einer Amortisation der Windräder reden könne, wenn der Firma Leitner Pacht zu zahlen sei. Er kreidete an, dass jetzt der Steuerzahler beim Abbau zum Handkuss komme und damit das unternehmerische Risiko für Leitner weggefallen oder zumindest minimiert worden sei. Er erwähnte, dass die Malser Haide als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen und kein Landwirtschaftsgebiet sei, wie im Ansuchen um Betriebsgenehmigung geschrieben worden war. Er gab an, dass die Firma Leitner bereits weitere Grundstücke erworben habe. Zagler bezweifelte auch die Höhe der Abbruch-Spesen. Leitner hätte im Pachtvertrag von 50.000 Euro geschrieben. Er bezweifelte weiters die Rentabilität der Anlagen, da nie Baukosten und Wartungsspesen eingerechnet würden.