Mit der „Südtiroler Erdbeerwelt“ im Freizeitzentrum Trattla will Martell zum landesweiten Kompetenzzentrum für Beeren werden.
Martell – Seit dem Herbst 2011 hatte sich in Martell eine Steuerungsgruppe zu 5 Zukunftsforen getroffen, um zusammen mit der Beratungsfirma „innovate“, der Gemeinde Martell und der Regionalentwicklungs-Genossenschaft Martell 3B auszuloten, wo die Stärken und Schwächen des Tals liegen und in welche Richtung sich die Gemeinde entwickeln soll. Als große Idee wird im Konzept „Martell 2020“ das Schlagwort „Paradies Martell“ genannt. Aufgebaut wurde dabei auf das bestehende ESF-Projekt für kommunale Wirtschaftsentwicklung „Berge-Beeren-Biathlon“ 2004-2006 unter der Projektleitung von Martin Stricker und Leander Regensburger. „Einige der Ideen und Ansätze wurden bereits in Angriff genommen,“ sagte Bürgermeister Georg Altstätter am 11. Juni im Freizeitzentrum Trattla. Dort wird zurzeit an der „Südtiroler Erdbeerwelt“ gebaut. „Wir möchten, dass unser Tal zum landesweiten Kompetenzzentrum für Beeren wird,“ führte MEG-Geschäftsführer Peter Gamper aus. Die Erdbeerwelt mit einem Schauproduktionsraum, einem Gastronomiebetrieb, einem Geschäft, in dem örtliche Produkte angeboten werden, und mit weiteren Einrichtungen entsteht als Gründerzentrum neben dem Nationalparkhaus „culturamartell.“ Die MEG wird in Zusammenarbeit mit Michael Seibstock (Seibstock Delicatessen) für den Bereich Produktveredelung zuständig sein. Das Zentrum soll in Zusammenarbeit mit der Laimburg zu einer Versuchs-, Beratungs- und Tagungsstätte werden. Der Bürgermeister dankte dem Landesrat Thomas Widmann und der Landesregierung für die finanzielle Unterstützung, „die wir auch weiterhin brauchen werden.“
8 Kilometer langer Erdbeerweg
Das Freizeitzentrum soll laut Peter Gamper zum Einfallstor für das Tal werden, die Erdbeerwelt zum Herzstück und Ausgangspunkt für den „Südtiroler Erdbeerweg“. Während der Bau der Erdbeerwelt bis zum Herbst 2012 abgeschlossen sein soll, wird der Erdbeerweg im Zuge des Südtiroler Erdbeerfestes 2012 (23. und 24. Juni) offiziell eröffnet. Der 8 km lange Rundweg verbindet Bauernhöfe in der Talsohle und bietet anhand von Informationstafeln und Erlebnisstationen Einblick in die Vielfalt der Landwirtschaft und die Geschichte des Beerenanbaus.