Rambach – „Nicht 3.000 KW, sondern 6.000 KW sind am Rambach möglich!; abgekartetes Spiel oder Regiefehler?“ Mit diesen Schlagworten warteten die Freiheitlichen auf einer Pressekonferenz in Bozen auf. Die Bevölkerung sei „hinters Licht geführt“ worden, denn die Landesregierung habe beschlossen, „sowohl auf dem Gemeindegebiet von Taufers als auch auf dem Gemeindegebiet von Mals jeweils 3.000 KW zu erlauben.“ Der SVP-Landtagsabgeordnete Sepp Noggler ermahnt die Freiheitlichen nun, „von unkorrekter Einflussnahme Abstand zu nehmen und nicht Fehlinformationen zu verbreiten.“ Die Gemeinderäte von Taufers und Mals sowie die Bevölkerung seien sich einig, dass kein Großkraftwerk errichtet werden soll. Aber es solle möglich sein, dass sich die Bevölkerung für kleinere Kraftwerke entscheidet. „So lauten auch die Gemeinderatsbeschlüsse, die nun von der Landesregierung gut geheißen wurden,“ so Noggler. „Wie bei den Kollegen der Freiheitlichen üblich, wollten sie auch in diesem Fall sprichwörtlich eine ‚Bombe‘ platzen lassen,“ kommentiert Noggler den Frontal-Angriff der Freiheitlichen. Die Aussagen, wonach durch zwei separate Konzessionen eine große Konzession konstruiert worden wäre, „sind ganz offensichtlich falsch.“ Denn jede Konzession für eine Kleinableitung trage immer die Bezeichnung „bis zu 3.000 KW“. Es könnten am Rambach auch fünf Konzessionen ausgestellt werden, „das Wasser und das Gefälle werden dadurch immer noch nicht mehr.“ Die Freiheitlichen hätten hier Tatsachen verdreht und für Unsicherheit gesorgt, weil noch im Spätsommer die Bevölkerung über eine mögliche Nutzung der Wasserkraft entscheiden soll.“
Auch Landeshauptmann Luis Durnwalder stellte am 16. Juli klar: „Vielleicht war unser Beschluss nicht präzise genug formuliert, aber in jedem Fall darf am Rambach kein Kraftwerk mit mehr als drei Megawatt Nennleistung errichtet werden.“
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