Leserbriefe
Jubelpaare feiern ihren Tag
Am Sonntag, 3. Mai, feierte der Katholische Familienverband Südtirol – Zweigstelle Schlanders – die Heilige Messe mit den Jubelpaaren und der Pfarrgemeinde. Die Heilige Messe war ein feierlicher Moment, in dem die beständige Liebe und das gemeinsame Leben der Jubilare im Licht des Glaubens gewürdigt wurden. Ein Chor aus Eyrs hat die Jubelmesse musikalisch umrahmt und mit seinen Klängen bereichert, dem Chor gilt dafür unser aufrichtiger Dank. Nach der Heiligen Messe lockte der traditionelle Umtrunk in den Pfarrtreff von Schlanders. Hier hatten die Jubelpaare und die Vereinsmitglieder die Gelegenheit, bei einem Glas Wein oder einem erfrischenden Getränk ins Gespräch zu kommen, gemeinsam zu lachen und die schönen Momente der letzten Jahrzehnte zu teilen. Das Zusammentreffen zeigte einmal mehr die Wichtigkeit der sozialen Kontakte und des Zusammenhaltes einer Gemeinschaft. Wir danken den Jubelpaaren, dass sie unserer Einladung gefolgt sind und wünschen ihnen noch viele gemeinsame Jahre, mit viel Gesundheit, Glück und Gottes Segen.
„Absolut integre Persönlichkeiten“
Der SVP-Bezirksobmann des Vinschgaus, Albrecht Plangger, schließt sich den vorangegangenen Solidaritätsbekundungen für die Fernheizwerk-Laas-Verantwortlichen Andreas Tappeiner und Hugo Trenkwalder an und kritisiert bei der sogenannten Operation „Alpenkohle“ vor allem die unverhältnismäßige Vorgangsweise der Justiz, nach jahrelangem technischem Disput um die Verwertbarkeit oder nicht von Nebenprodukten bei der Wärme- und Stromerzeugung durch heimische Biomasse aus unseren Wäldern. Er sei sich sicher, dass die Betroffenen in aller Transparenz und untadelig ihre Aufgaben beim Fernheizwerk im Interesse der Genossenschafter ausgeübt haben und sich eine solche Behandlung durch die Sicherheitskräfte nicht verdient haben. Er sei sich auch sicher, dass die Beschuldigten ihre Unschuld beweisen können. Der Vorwurf von mafiösen Machenschaften im Vinschgau sei eine Beleidung für das ganze Tal und werde entschieden zurückgewiesen. Die Beschuldigten haben sich bisher in allen ihren Ämtern als absolut integre Persönlichkeiten ausgezeichnet und speziell für das Ehrenamt in ihrem lokalen Umfeld sehr viele getan und bewegt. Man hoffe, dass die Justiz die Sachlage jetzt rasch klären wird.
„Es war berechtigt, zu hinterfragen“
Die Freilassung der in die Ermittlungen Alpenkohle involvierten Personen bedeutet in erster Linie eine große Erleichterung – für sie selbst, ihre Familien und für alle, die sie stets als ehrliche und anständige Menschen kannten. Diese Entscheidung bestätigt, dass es berechtigt war, die Art und Weise der Anwendung der vorbeugenden Maßnahmen zu hinterfragen. Dies nicht um die Justiz zu diskreditieren, sondern um an den verfassungsmäßigen Grundsatz der Verhältnismäßigkeit und der Würde der Person zu erinnern. In diesem Sinne ist es kein Detail, dass das Überwachungsgericht von der Untersuchungshaft zur Freiheit übergegangen ist und damit anerkannt hat, dass selbst die Maßnahme des Hausarrests unverhältnismäßig gewesen wäre.
„Große Erleichterung“
Mit großer Erleichterung nehmen wir zur Kenntnis, dass Andreas Tappeiner, Obmann des Fernheizwerkes Laas und Hugo Trenkwalder, Heizwart des Werkes, in die Freiheit entlassen worden sind. „Wir waren stets überzeugt von der Integrität aller Beteiligten und sind hoch erfreut, dass der Alptraum für alle Beteiligten und deren Familien heute zu Ende geht“, so Herbert Von Leon, Obmann des Raiffeisenverbandes Südtirol, und Thomas Gasteiger, Obmann des Südtiroler Energieverbandes SEV. „Der gute Leumund aller hat sich bestätigt: und mit Blick auf die Arbeit, welche Andreas Tappeiner und Hugo Trenkwalder stets für die Genossenschaften geleistet haben, sind wir erleichtert, dass sich die verantwortungsvolle Arbeit all der Jahre auch heute mit der Überstellung in die Freiheit zeigt.“ Als Raiffeisenverband Südtirol und Südtiroler Energieverband SEV haben wir die Ereignisse rund um die Ermittlungen der Operation „Alpenkohle“ mit großer Aufmerksamkeit und Betroffenheit verfolgt. Umso mehr freut es uns, dass Andreas Tappeiner und Hugo Trenkwalder, die sich über viele Jahre hinweg mit Engagement, Verantwortungsbewusstsein und persönlichem Einsatz für ihre Genossenschaft eingesetzt haben, heute die Untersuchungshaft hinter sich lassen konnten. Als genossenschaftliche Organisationen fühlen wir uns den Menschen verbunden, die Verantwortung übernehmen und sich für das Gemeinwohl engagieren. Gerade in herausfordernden Zeiten ist es uns wichtig, Menschlichkeit, Mitgefühl und Zusammenhalt zum Ausdruck zu bringen.
„Wichtiges und positives Signal“
Für SVP-Obmann Dieter Steger ist die Entlassung der 5 Personen, die im Zusammenhang mit dem sogenannten „Kohle-Skandal“ inhaftiert worden waren, ein wichtiges und positives Signal: „Die Erleichterung ist groß – vor allem mit Blick auf die fünf Betroffenen, ihre Familien und ihr persönliches Umfeld. Ich bin weiterhin von der Unschuld der Betroffenen überzeugt. Ich kenne nahezu alle persönlich – als verlässliche, redliche und unbescholtene Bürger. Gerade deshalb bin ich überzeugt, dass sich die erhobenen Vorwürfe vollständig aufklären lassen. Dass hier jemand bewusst rechtswidrig oder gar zur persönlichen Bereicherung gehandelt haben soll, kann ich mir nach allem, was ich über diese Personen weiß, nicht vorstellen. Kritisch beurteile ich hingegen die Art und Weise des Vorgehens der Ermittlungsbehörden. Die rasche Entlassung aus der Haft wirft zumindest die Frage auf, ob hier mit der gebotenen Verhältnismäßigkeit vorgegangen wurde. Das weitere Verfahren wird Klarheit bringen müssen – sowohl hinsichtlich der Vorwürfe selbst als auch hinsichtlich der Angemessenheit der gesetzten Maßnahmen. Den Betroffenen gilt jedenfalls weiterhin Solidarität und menschliche Unterstützung.“
Wenn Impfen zum Luxus wird
Herpes Zoster ist eine Erkrankung mit oft schwerwiegenden Folgen, daher habe ich mich für eine Impfung angemeldet. Für die erste Dosis der Impfung gegen Gürtelrose bezahlte ich bereits stolze 84,20 Euro. Damit dachte ich, wäre auch die erforderliche zweite Dosis inbegriffen. Als ich nach zwei Monaten im Amt für öffentliche Hygiene des Südtiroler Sanitätsbetriebes in der Laurinstraße Nr. 10 in Meran erschien, um mir die zweite Dosis verabreichen zu lassen, staunte ich nicht schlecht über die Aufforderung, nochmals die 84,20 Euro für diese zweite Impfung zu bezahlen. Aus Protest über diesen hohen Preis habe ich ohne zweite Impfung besagtes Amt verlassen. Kann es sein, dass im reichen Land Südtirol für eine vom Sanitätsbetrieb stets empfohlene Impfung ein Gesamtpreis von 168,40 Euro verlangt wird?
Konkordanz-Demokratie im Landtag
Noch vor der Sommerpause soll im Landtag über zwei Gesetzentwürfe zur Direkten Demokratie abgestimmt werden. Wir, das Südtiroler Volk, sollen dadurch die Möglichkeit erhalten, ähnlich wie unsere Schweizer Nachbarn, durch direkte Beteiligungsformen Politik mitzugestalten. Ich hoffe sehr, dass die Landtagsabgeordneten lösungsorientiert, zum Wohle der Bevölkerung entscheiden. Konkordanz, nicht Konkurrenz, weder unter den Parteien, noch zum eigenen Volk führt zu befriedigenden Lösungen für alle Beteiligten. Laut ASTAT finden drei Viertel der Südtiroler Wahlberechtigten Volksabstimmungen gleich wichtig wie Wahlen. Unsere politischen Vertreter mögen sich das zu Herzen nehmen und einen einstimmigen Beschluss fassen.