Klöckner, Markus Laimer, Edith Klöckner und Harald Plörer (von links).

Klingende Zusammenarbeit an der Plima

Publiziert in 30 / 2010 - Erschienen am 1. September 2010
Goldrain – Zufällig war Goldrain­ ein aufstrebender, selbstbewusster Tourismusort, zufällig kam der Latscher Bürgermeister Franz Bauer aus Goldrain, zufällig war der Wirt des Restaurants Schanzen in Goldrain ein unternehmungslustiger, weitsichtiger Oberländer namens Hansi Klöckner und zufällig wohnte er auch geo­graphisch zwischen Goldrain und Morter. Gar nicht mehr zufällig waren die überraschende Einladung Klöckners ins Stübele beim Bruggenwirt und sein Ultimatum: „Wenn mindestens 10 Leit kemmen, nor gründn mir die Kapell…“ Es kamen 14 – berichtet Arnold ­Haringer in seiner Festbroschüre­ – und damit war am Sonntag, 17. November vor 25 Jahren die Gründung der dritten Musikkapelle in der Gemeinde Latsch und die Zusammenarbeit zweier unterschiedlicher Dorfgemeinschaften an der Plima beschlossene Sache. Bis Ende Dezember 1985 waren bereits 30 Musikbegeisterte eingeschrieben. Obmann wurde der Bruggenwirtssohn Sepp Zöschg, Fahnenpatinnen seine Mutter, Anna, und Edith Klöckner. Am 10. April 1986 begann die erste Kapellmeisterin Südtirols, Flavia Crepaz, ihre Karriere am Dirigentenpult der neuen Kapelle, die – wieder zufällig – die 200. Kapelle des Landesverbandes war. Es folgte 1991 Hansi Klöckners Ernennung zum Ehrenobmann. Das erste Wertungsspiel bestritt die Kapelle am 24. Juli 1993 in Burgeis unter Kapellmeister Manfred Horrer, heute Obmann des Musikbezirkes Schlanders, damals am Beginn seiner Kapellmeisterkarriere. Ein lang ersehntes Ereignis und das Ende des Herumwanderns bedeutete 2002 der Bezug des Probelokals in der neu erbauten Grundschule von Morter. Er erfolgte unter einem Kapellmeister aus den eigenen Reihen, unter Hanspeter ­Rinner, der 2005 den Dirigentenstab an den Gratscher Markus Laimer übergab. Zum Festakt „ein Vierteljahrhundert Musik­kapelle Goldrain-Morter“ am 22. August 2010 am Schießstand in Goldrain trafen sich die vier Gründungsmitglieder Hansi Klöckner, Luis Oberhofer, Oswald Stricker und Stabführer Josef Unterthurner.
Günther Schöpf

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