„Über Multivision entsteht Emotion“
Publiziert in 17 / 2006 - Erschienen am 6. September 2006
Goldrain – „Über Multivision entsteht Emotion“. Überzeugend und selbst begeistert bereitete Sabrina Horak die Besucher im Rittersaal auf die nächsten Kurzgeschichten in Überblendmanier vor. Die im Vinschgau als Leiterin des Nationalparkhauses „aquaprad“ bekannte Wahl-Goldrainerin und ihr britischer Ehemann Alex Rowbotham hatten in Monate langer, organisatorischer Kleinarbeit das erste Festival „Painting with light“, Malen mit Licht, ins Rollen gebracht. Im wahrsten Sinn des Wortes rollen, denn im Rittersaal waren es die Rundmagazine altehrwürdiger, solider Diaprojektoren, die manchmal aus vier, dann aus sechs oder gar aus acht Objektiven Erstaunliches, ja Großartiges auf die Leinwand projizierten und durch Ton, Schrift und Sprache über den Überblendeffekt tatsächlich an „Malen mit Licht“ erinnerten. Einen kaum zu überbietenden Gesamteindruck hinterließen die Projektionen im Innenhof nach Inspirationen aus Dantes „Divina Commedia“ und die gigantischen Einspielungen mit sieben „Beamern“ auf die Südfassade des Schlosses durch Überblendkünstler aus Italien, England, den USA und Australien. Der Londoner Komponist Andrew T. Mackay hatte speziell für das Festival in Goldrain zu jeder Außenprojektion die passende Musik komponiert. Kraft und Durchhaltevermögen hatten Sabrina und Alex Rowbotham einem Satz des früh verstorbenen Fotografen und Überblend-Künstlers Nick Ketteringham aus England zu verdanken, der sie ermunterte: „Wenn ihr einen Wunsch und ein Ziel habt, dann findet ihr auch einen Weg.“ Sabrina und Alex haben ihm das 1. Festival „Painting with light“ gewidmet. In drei Sprachen hatten Direktorin Claudia Santer und Sabrina Horak das Festival eröffnet und unter den Ehrengästen die Vertreter der Sponsoren und Senator Manfred Pinzger begrüßt. Von Gianni Bodini waren „die vier Jahreszeiten“ als kleine Foto-ausstellung zu sehen und von seinem Sohn Matteo Klangvolles auf Cello und Flöte zu hören.
Günther Schöpf