„Warum tötest du, Zaid?“
Publiziert in 11 / 2008 - Erschienen am 27. März 2008
In der Berichterstattung über den Irakkrieg werden viele Aspekte ausgeblendet. Auf gerade diese Aspekte geht Jürgen Todenhöfer in seinem neuen Buch „Warum tötest du, Zaid?“ (C. Bertelsmann) ein. Jürgen Todenhöfer ist seit über 20 Jahren Manager eines bedeutenden europäischen Medienunternehmens. Zuvor war er 18 Jahre lang Abgeordneter des Deutschen Bundestages und CDU/CSU-Sprecher für Entwicklungspolitik und Rüstungskontrolle. Tödenhofer, der auch ein begeisterter Freund von Sulden ist, dort ein Haus besitzt und drei- bis viermal im Jahr nach Sulden kommt, um sich zu erholen und Ski zu fahren, gilt als ein entschiedener Kritiker der US-amerikanischen Feldzüge gegen Afghanistan 2001 und gegen den Irak 2003. Sein neues Buch „Warum tötest du, Zaid?“ ist ein leidenschaftliches Plädoyer für eine Änderung der gegenwärtigen Antiterrorpolitik des Westens. Um auch Vertreter des irakischen Widerstandes zu Wort kommen zu lassen, hatte sich Jürgen Todenhöfer im Zuge der Recherchen undercover auf den Weg in den Irak gemacht. Sein bebildertes, 338 Seiten umfassendes Buch ist der Versuch, die andere Seite der Medaille zu beleuchten. Es berichtet, wie irakische Menschen über den Krieg sprechen, wenn keine schwer bewaffneten GIs in ihrer Nähe stehen. „Warum tötest du, Zaid?“ gibt jenen eine Stimme, zu denen die Presseoffiziere des Pentagon ihre Besucherdelegationen niemals hinführen – den Mitgliedern des irakischen Widerstands. Es versucht zu erklären, warum dieser Widerstand nicht nur gegen die amerikanische Besatzung, sondern auch gegen die Terroristen von Al-Qaida und gegen die von ausländischen Mächten unterstützten Privatmilizen irakischer Politiker kämpft. Und es will deutlich machen, wo die fundamentalen Unterschiede zwischen Widerstandskämpfern und Terroristen liegen.
Todenhöfer, der bereits mit den Bestsellern „Wer weint schon um Abdul und Tanaya?“ und „Andy und Marwa“ für Aufsehen gesorgt hat, versucht, diejenigen zu Wort kommen zu lassen, die wirklich für Recht und Freiheit kämpfen. Mit dem Autorenhonorar für „Warum tötest du, Zaid?“ will der Autor im Nahen Osten ein israelisch-palästinensisches Versöhnungsprojekt und ein Hilfsprojekt für irakische Flüchtlingskinder finanzieren. Weitere Infos zum Buch im Internet
(www.warum-toetest-du-zaid.de).
Josef Laner