Genehmigt hat der Gemeinderat auch einen kleinen Grundtausch mit der Fraktion Prad, welche die Sennerei im Ortszentrum (im Bild) abbrechen und neu bauen will.

3 Anträge der Liste FÜR PRAD angenommen

Publiziert in 28 / 2010 - Erschienen am 21. Juli 2010
Prad – Jeweils einstimmig hat der Gemeinderat von Prad am 14. Juli 3 Beschlussanträge der Liste FÜR PRAD angenommen. Zwei Anträge betrafen die Trinkwasserqualität. Die Gemeindeverwaltung wurde zum einen beauftragt, die notwendigen Trinkwasseranalysen durchführen zu lassen, um die Werte für Uran in den Trinkwasserquellen am Prader Berg zu ermitteln. Zum anderen ist die Verwaltung nun verpflichtet, die Kosten für die Errichtung einer Arsenfilteranlage einzuholen, „um in Zukunft möglicherweise geeignete Trinkwasserquellen des Prader Berges nutzen zu können und so eventuell in den Genuss von Trinkwasser zu gelangen, das sowohl niedrige Arsen-, als auch niedrige Uranwerte aufweist.“ Wie Bürgermeister ­Hubert Pinggera festhielt, „wäre es natürlich das Beste, wenn wir ohne irgendwelche Aufbereitungsanlagen zu einem ­guten Trinkwasser kämen.“ Die Verbesserung der Trinkwasserqualität ist auch einer der Punkte des programmatischen Dokuments. „Es ist auch unser Wunsch, in Zukunft nicht mehr Wasser aus den zwei Tief­brunnen trinken zu müssen“, ergänzte Christian ­Obwegeser im Namen der SVP. Dem programmatischen Dokument, das der Bürgermeister vorstellte und in dem eine Vielzahl von Vorhaben und Projekten festgeschrieben ist, stimmten alle SVP-Räte zu. Die drei anwesenden FÜR PRAD-Vertreter Karl Bernhart, Udo Thoma und Wunibald ­Wallnöfer sowie Alfred Theiner (Union-Bürgerliste) enthielten sich der Stimme. Zu den Schwerpunkten im Programm gehören: Gestaltung des Hauptplatzes und Aufwertung der Dorfkerne, Neugestaltung der Kreuzung Spondinig, Tempolimit von 40 km/h im Ortszentrum von Prad, Beibehaltung der familienfreundlichen Tarife, Bau des Gemeindehauses am ehemaligen Sitz der Raiffeisenkasse, Fertigstellung der Seniorenstruktur (Wohngemeinschaft für selbstständige, ältere Mitbürger und Tagesstätte), das Bemühen um die Schaffung einer Pflegeeinrichtung für Senioren, ein Konzept für die touristische und wirtschaftliche Entwicklung der Gemeinde Prad (auch übergemeindlich), mehr Zusammenarbeit im Tourismus (wenn möglich vinschgauweit), zusätzliche Radwegroute durch Prad, Sanierung und Umbau des Kindergartens, ener­getische Sanierung der Mittelschule, ein Konzept für das Sportzentrum „Pfasch“, Energieautarkie, sanfte und ökologisch ausgerichtete Nutzung der „Prader Sand“ und viele weitere Vorhaben mehr. Alles eher als eine „sanfte“ Nutzung der „Prader Sand“ könne laut der Liste FÜR PRAD das Pochen der Gemeindeverwaltung auf die Asphaltierung der dortigen Radwestrecke bezeichnet werden. In punkto „Pfasch“ habe es die Verwaltung versäumt, dieses Gebiet, wo jetzt zum Teil Obstbäume gepflanzt wurden, als Sportzone auszuweisen. Insgesamt gesehen enthalte das programmatische Dokument auch viele gute Ansätze, die Frage ist laut Karl Bernhart aber: „Was wird tatsächlich umgesetzt und was bleibt nur Blabla?“ Zu den Kosten der Politik hielt Hubert Pinggera fest: „Die Referenten und der Bürgermeister verzichten auf 13 % ihrer Entschädigung. Damit können die Kosten für einen Referenten eingespart werden“. Karl Bernhart erinnerte allerdings daran, dass in Bozen kurz vor den Wahlen beschlossen wurde, die Entschädigungen für Gemeindeverwalter um ca. 7 % anzuheben. Einstimmig angenommen wurde - nach der Streichung aller Prämissen - der FÜR PRAD-Antrag, wonach die Gemeindeverwaltung eine Arbeitsgruppe zur Ausarbeitung eines Konzeptes zur zukünftigen operativen Führung der Seniorenstruktur errichtet. Für die verwaltungsmäßige Führung dieser Struktur will die Referentin Tanja Ortler in Kürze ein Konzept vorlegen. Einhellig genehmigt wurde das Einreicheprojekt für die Überdachung der Fußballtribünen mit Einbau einer integrierten Photovoltaikanlage. Der Sportreferent Sepp Gritsch bezifferte die Gesamtkosten dafür mit ca. 415.000 Euro.
Josef Laner

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