„Das ist nicht in unserem Sinn“

Publiziert in 4 / 2010 - Erschienen am 3. Februar 2010
Bozen/Vinschgau – Die Nachricht, dass die Finanzbehörde am Freitag auf Anordnung der Bozner Staatsanwaltschaft im Landesamt für Stromversorgung Dokumente und Unterlagen bezüglich der Ende 2009 erfolgten Zuweisungen von ­Wasserkonzessionen beschlagnahmt hat, löste bei den Vinschger „Stromkämpfern“ keineswegs Freude aus. „Eingaben bei der Staatsanwaltschaft sind nicht unsere Sache. Im Gegenteil. Der Staatsanwalt entscheidet ja nicht ‚in merito’, sondern wegen etwaiger strafrechtlicher Unregel­mäßigkeiten. Daher werten wir diese Eingabe beim Staatsanwalt eher als Problem,“ sagte Sepp ­Noggler (im Bild), Landtagsabgeordneter und ­Präsident des VEK (Vinschgauer Energiekonsortium) am Montag dem „Vinschger“. Wie berichtet, hat das VEK einen Rekurs beim Wassermagistrat in Rom angekündigt. Dieser Rekurs richtet sich laut Noggler gegen den Beschluss des Landes, die ­Hydros (60 % SEL, 40 % Edison) als Wettbewerbssieger für die Marteller Konzession ernannt zu haben. „Es geht uns um den Inhalt, also die technische Bewertung bei der ­Kürung des Wettbewerbs­siegers“, so Noggler. „Wir sind überzeugt, das bessere Projekt vorgelegt zu haben.“ Der Rekurs wird derzeit vorbereitet. Abgabefrist ist Ende Februar. Die eigentliche Vergabe der Konzessionen ist für 2011 ­geplant.
Josef Laner

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