Die Referentin für Soziales, Gesundheit, Familie und Altenfürsorge Anni Thaler will Platz machen.

Die Gemeinde mit dem stärksten ­Frauenregiment

Publiziert in 4 / 2010 - Erschienen am 3. Februar 2010
Schluderns – Sie saßen seit 2005 zu fünft im Gemeinderat und stellten somit eine der höchsten Frauenquoten in Südtirols Gemeinden, auf jeden Fall die höchste im Vinschgau. Brigitta Stecher, Anni Thaler, Elisabeth Klotz und Andrea Kuppelwieser von der Südtiroler Volkspartei stellten zusammen mit Romina Eberhöfer (Freiheitliche) das weibliche Gegengewicht zu den 10 Herren der Schöpfung. Zwei schafften es – auch das ein seltenes Ereignis - sogar in den Ausschuss; Brigitta Stecher wurde zudem Stellver­treterin von Bürgermeister Erwin Wegmann. Nun hat sich Anni Thaler entschieden, „nach zehn Jahren Gemeindepolitik den Sessel zu räumen, um Nachfolgerinnen Platz zu lassen“, wie sie sagte. Außerdem wolle sie sich auf die Tätigkeit als Bezirksfrauenreferentin (seit Juni 2009) konzentrieren. Von den vier anderen Frauen wisse man mit Gewissheit nur, dass ­Brigitta Stecher weitermachen werde. Auch im Ortsausschuss sei ihre Arbeit gefragter denn je, seit sich Heiko Hauser – „auch für uns überraschend“ – als Bürgermeisterkandidat aufstellen ließ. Erneut als Bürgermeisterkandidat zur Verfügung steht bekanntlich auch Erwin Wegmann. Auf Anfrage begründete Heiko Hauser seine Entscheidung: „Als Ortsobmann muss ich dafür sorgen, dass die Bürger eine echte Wahl haben.“ In der Kandidatenermittlung geht die SVP-Schluderns einen Sonderweg. Bis 15. Februar können die Verbände Vorschläge bringen, anschließend erhalten noch alle Wahlberechtigten die Möglichkeit, vier Kandidaten nach Gutdünken anzugeben.
Günther Schöpf

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