Angela Weber (4. von rechts) ermöglicht wieder Leben in St. Stephan bei Obermontani.

„Die Sixtinische Kapelle des Vinschgaus“ ist wieder zugänglich

Publiziert in 31 / 2010 - Erschienen am 8. September 2010
Morter – Spätestens seit 27. August 2010 ist es offiziell. Der Vinschgau darf sich über die Wieder-Zugänglichkeit eines der schönsten Kunstdenkmäler freuen. An dem Tag hatte Landeskonservator Leo Ander­gassen im neuen Gästebuch der Stephans-Kapelle von Obermontani vermerkt: „ Als Verwahrer der Kapelle wünsche ich mir neugierige Besucher… Frau Weber danke ich für den Dienst.“ Die aus Dresden stammende Kunsterzieherin und Erwachsenenbildnerin Angela Weber wurde beauftragt, am Dienstag und Samstag von 15.00 bis 18.00 Uhr und für Gruppen gegen Voranmeldung über die ­Mobilfunknummer 347 5083740 oder die eMail-­Adresse angela.weber5@freenet.de auch zu anderen Zeiten die ­Kapelle zu öffnen und zu betreuen. Die zwischen 1420 und 1487 zwei Mal von verschiedenen Malschulen angebrachten Fresken sind derart gut erhalten, dass nicht nur die neue „Hüterin“ Angela Weber „eine Gänsehaut“ bekam. ­Innerhalb kürzester Zeit wurde am Samstag, 28. August eine Südtiroler Familie verabschiedet, drei Besucher aus der näheren Umgebung empfangen, zwei Besucher aus Frankfurt am Main eingelassen und einem Paar aus Bologna, das seit 18 Jahren im Martelltal urlaubt, zum ersten Mal die „wundervolle Kapelle“ erklärt.
Günther Schöpf

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