Adolf Fliri an der Runster Mühle am Lahnbach. Häufig konnte sich der Heimatforscher und Chronist auf alte Rechnungsbücher und Verträge stützen.

Ein „neuer Fliri“

Publiziert in 44 / 2011 - Erschienen am 7. Dezember 2011
Naturns – Der Höfl Adolf hat wieder ein Buch gemacht. Nach dem Erfolg mit dem „Seilbahnbuch“ erscheint jetzt das ­„Mühlenbuch“. Adolf Fliri schreibt im neuen Werk über sich selbst: „Es liegt in der Natur meines Wesens, vergangene Gegebenheiten meines Herkunftsbereiches zu betrachten…“ Schön, wie der Adolf Fliri sein Höfl am Naturnser Sonnenberg, genauer am Patleideregg, „Herkunftsbereich“ nennt. Was hätte der Adolf wohl vor 50 Jahren gesagt, wenn ihm Touristen beim Korn-Schneiden nach seinem Herkunftsbereich gefragt hätten? „Mit 19 habe ich Höfl verlassen. Seither betrachte ich alles aus der Distanz und ­schätze es viel mehr“, erzählte der einstige Schlosser, Entwicklungshelfer und Heimerzieher. Seit 1968 habe er - getreu seinem Wesen – viele Veränderungen mit dem Fotoapparat festgehalten und festgestellt, dass sich vor allem die Bauern selbst die Äste abschneiden, auf denen sie ­sitzen, wenn sie wegwerfen, abreißen und zubaggern. Die Antwort ist sein neuestes Sammelwerk: „Geschichtliches über die ehemaligen Wassermühlen auf den Bauernhöfen der Gemeinden Naturns und Plaus“. Aus einer tief empfundenen Verantwortung heraus zu bewahren und zu überliefern haben Adolf Fliri und Sohn Martin mehr als 70 Mühlen und Stampfen aufgesucht und beschrieben und damit ihrer Heimatgemeinde einen wichtigen Dienst erwiesen. Als Herausgeber scheint der Heimatpflegeverein Naturns-Plaus auf. Das Buch wird am Montag, 12. Dezember 2011, um 19 Uhr im Vortragssaal des Bürger- und Rathauses Naturns vorgestellt. Mitwirken werden die Mundartdichterin Maria Gerstgrasser und eine Sängergruppe des ­Kirchenchores St. Zeno.
Günther Schöpf

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