Laaser Rat stellt sich hinter VEK-Rekurs

Publiziert in 5 / 2010 - Erschienen am 10. Februar 2010
Laas – Einstimmig hat sich der Gemeinderat von Laas am 3. Februar hinter den Rekurs des VEK (Vinschgauer Energiekonsortium) gestellt. Mit diesem Rekurs, der zurzeit vorbereitet wird, soll beim Obersten ­Wassermagistrat der Beschluss der Landesregierung angefochten werden, die am 30. Dezember 2009 die Gesellschaft Hydros GmbH (60 % SEL, 40 % Edison) zum Sieger des Wettbewerbs um die Marteller Stauseekonzession (Kraftwerk Laas) erklärt hat. Um die Konzession hatten sich 2005 die SEL AG, die Edison sowie die drei Anrainergemeinden Martell, Laas und Latsch über das VEK beworben. Zur Bildung der Hydros war es 2008 gekommen. Bürgermeister ­Andreas ­Tappeiner erinnerte unter anderem daran, dass die vom VEK vorgelegten Umweltmaßnahmen von den drei Gemeinderäten von Martell, Laas und Latsch einhellig als die besten begutachtet worden waren. Der Beschluss der Landesregierung, die Hydros als Sieger zu ernennen, sein unter mehreren Aspekten nicht ganz „sauber“. Im Gegensatz zu ­einer ­Aktiengesellschaft, die auf Gewinn ausgerichtet ist - die SEL ist eine Aktiengesellschaft - strebe das VEK zusammen mit den drei Anrainergemeinden ein Genossenschaftsmodell an. Andreas Tappeiner: „Unser Vorschlag, der aber leider nicht zum Durchbruch kam, bestand darin, mit rund 18 Prozent an der Marteller Konzession beteiligt zu werden.“ Diese Beteilung an der Produktion hätte es ermöglicht, die drei An­rainergemeinden mit Strom zu versorgen. Fernziel des Vinschger Genossenschaftsmodells sei es, die objektiven Schäden und Beeinträchtigungen durch die Wasserkraftnutzung zu kompensieren, zu günstigeren Stromtarifen für die Bürger zu kommen und den Wirtschaftsstandort Vinschgau Hand in Hand mit der Beteilung an der Stromproduktion und der Stromverteilung etwas nach vorne zu bringen. „Wir haben gar einige Gemeinden im Vinschgau, die von Abwanderung betroffen sind,“ so der Bürgermeister. Die volle Rücken­deckung des Laaser Gemeinde­rates für das Einbringen des VEK-Rekurses ist jetzt gegeben. Ebenso die Bereitschaft, sich in das Gerichtsverfahren einzu­lassen, falls dies notwendig werden sollte. Grünes Licht für Stollen-Bau Positiv begutachtet hat der Gemeinderat das Projekt der Lasa Marmo, neben der derzeitigen Abbaustelle am Weißwasserbruch taleinwärts einen 768 Meter langen und 7 Meter breiten, unterirdischen Stollen zu schlagen. Es wird damit gerechnet, dass insgesamt rund 27.000 Kubikmeter an Material anfallen. Bei diesem könnte es sich auch um Marmor handeln, „was wir der Firma natürlich wünschen,“ sagte der Bürgermeister. Neben anderen Behörden und Ämtern hatte auch die Fraktionsverwaltung von Laas den Bau des Stollens positiv begutachtet, allerdings mit der Auflage, dass das gesamte Material über die bestehenden Transportstrukturen zu Tal gebracht wird. Der Gemeinderat knüpfte seine einhellige Zustimmung ebenfalls an diese Auflage. Mangelhafte Schneeräumung in Eyrs Scharf kritisiert hat Gottfried Fleischmann (Bürgerliste) die Schneeräumung in Eyrs. Weil unmittelbar nach den Schneefällen nicht sofort ordentlich geräumt worden sei, gebe es auf Gehsteigen und Straßen im Dorf schon seit einiger Zeit viele vereiste Stellen und verhärtete Schneehaufen (siehe Bild). ­„Diese Situation ist für die vielen Kinder und Leute, die im Dorf unterwegs sind, nicht tragbar“, ärgerte sich Fleischmann. Die Referentin Helga Mall Zangerle und der Bürgermeister mussten einräumen, dass es bei der Räumung zum Teil Mängel gegeben habe, verwiesen aber auch darauf, dass die zeitliche Spanne zwischen Schneefall und Gefrieren sehr kurz war.
Josef Laner

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