Rekurs des VEK in Rom hinterlegt

Publiziert in 8 / 2010 - Erschienen am 3. März 2010
Vinschgau/Rom – Am Montag, 1. März, wurde beim Obersten Wassermagistrat in Rom der Rekurs des VEK (Vinschgauer Energiekonsortium) hinterlegt. Der Rekurs richtet sich gegen den Beschluss der Landesregierung, die am 30. Dezember 2009 die Hydros GmbH (60 % SEL, 40 % Edison) als Wettbewerbssieger für die Marteller Stausee-Konzession ernannt hat. Um die Konzession hatten sich auch die drei Anrainergemeinden Martell, Laas und Latsch über das VEK beworben. Die genannten drei Gemeinden und das VEK sind überzeugt, für den Wettbewerb bessere Umweltmaßnahmen bzw. Projekte vorgelegt zu haben. Auch anderweitige Aspekte des beanstandeten Beschlusses der Landesregierung sollen nun gerichtlich überprüft werden. Den Rekurs hat der Rechtsanwalt des VEK persönlich in Rom hinterlegt. Die Tür für Verhandlungen mit dem Land bleibt laut VEK-Präsident Sepp Noggler (im Bild) trotz der Hinterlegung des Rekurses ­offen. „Reden kann man immer“, meinte auch der Laaser Bürgermeister Andreas ­Tappeiner. Ein großes Interesse für Verhandlungen habe das Land bisher allerdings nicht an den Tag gelegt. Der Laaser Gemeinderat hatte sich am 3. Februar übrigens einstimmig hinter den Rekurs des VEK gestellt. Die Marteller Konzession verfällt am 6. Februar 2011. Die eigentliche Vergabe der Konzession steht somit noch bevor. Ob die Kür der Hydros zum Wettbewerbssieger aufrecht bleibt, wird nun in der Ewigen Stadt entschieden, es sei denn, es kommt im Vorfeld doch noch zu einer Einigung zwischen Land und VEK.
Josef Laner

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