Argentinien spielte Spanien (gelbe Tricots) mit 8: 0 an die Wand und Celine aus Goldrain schoss zwei Tore. Rudi aus Göflan und Max aus Kastelbell versuchten die Fußballdame vom runden Leder zu trennen.

Hurra, die Bayern sind wieder da!

Publiziert in 31 / 2010 - Erschienen am 8. September 2010
Kastelbell – Es mag ja historisch etwas seltsam klingen im Land des Andreas Hofer. Vor genau 200 Jahren rief man anders: Hilfe, die Bayern sind da! Ihr jüngster Einfall in den Vinschgau war außerordentlich friedlich und überaus sportlich. Die erste Station der Invasoren war Mals. Dort hatte die Hans Dorfner Fußballschule aus Regensburg zum ersten Mal ein dreitägiges Trainingscamp abgehalten. Mit über 60 Kindern war der Einstieg im Obervinschgau mehr als gelungen. Wichtigster Stützpunkt der Fußballer aus Bayern ist aber seit zehn Jahren Kastelbell. Dort traf es wirklich zu: Hurra, die Bayern sind da! Die Sektion Fußball im ASV Kastelbell-Tschars und die Fußballschule Hans Dorfner waren wieder hervorragend aufeinander abgestimmt. Die zehnjährige Zusammenarbeit mit Alt-Präsident Paul Tappeiner konnte mit seinem Nachfolger, Gerhard Eberhöfer, nahtlos fortgesetzt werden. 84 Kinder und Jugendliche zwischen 6 und 14 aus allen Gemeinden zwischen Naturns und Prad wurden nach Alter und Leistungsniveau eingestuft und professionell betreut. Sie erwartete ein umfangreiches Programm, in dem das Techniktraining hinter Spiel und Spaß zurück zu bleiben hatte. Leiter des Camps in der Sportzone Schlums war Herbert Lauterkorn; ihm zur Seite standen sieben Betreuer, darunter der Stützpunkttrainer Klaus Rodler. Auf Kastelbeller Seite zog Franz Weithaler die Fäden und war auch für abendfüllende Rahmenprogramme nach dem Training zuständig. Abschluss und Höhepunkt der Kastelbeller Fußballferien war das große Turnier in Weltmeisterschafts-Manier. Deutschland, Argentinien, Brasilien, Spanien,­ England, Italien Südafrika und Portugal trafen in Schlums aufeinander. Weltmeister in ­Kastelbell wurde nicht Spanien, sondern Brasilien mit 1:0 gegen Portugal.
Günther Schöpf

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