1363 wurden wir habsburgisch

Publiziert in 16 / 2013 - Erschienen am 2. Mai 2013
Latsch - Ohne sie gäbe es keinen Andreas Hofer und auch nicht die Vinschger Freiheitskämpfer Teimer und Stecher. Der Vinschgau wäre im 18. Jahrhundert Teil des aufgeklärten bayerischen Königreiches gewesen. Aber Margarete Herzogin von Kärnten, Markgräfin von Brandenburg und Gräfin von Tirol wusste 1363, wem sie zu Dank verpflichtet war. Das Ende ihres Eheskandals und die Rückkehr in den Schoß der Kirche hatte sie ihrem Vetter, Herzog Albrecht II. von Habsburg, zu verdanken. Es war eine ausgemachte Sache, die verwandschaftlichen Bande durch die Ehe ihres einzigen ­Sohnes Meinhard III. mit Albrechts Tochter Margarete noch zu vertiefen. Gleich drei Parteien gingen nach dem überraschenden Tod Meinhards leer aus, die Bayern, die Luxemburger und auch die armen Görzer Verwandten in Lienz. Die Frage „Warum hat Margarete von Tirol vor 650 Jahren Tirol den Habsburgern gegeben?“ wird die Universitätsdozentin Julia Hörmann-Thurn und Taxis am Samstag, 4. Mai, um 20 Uhr in einer der schönsten Kirchen des Tales klären. Der Vortrag in der Latscher Spitalkirche ist öffentlich. Für die Latscher hat das Jahr 1363 einen besonderen Hintergrund. Als der Vinschgau habsburgisch wurde, starb Heinrich von Partschins, Gründer der Spitalstiftung, Ahnherr der Annaberger und Günstling von Margaretes Vater, Heinrich König von Böhmen. Die Nachfahren ließen in der Spitalkirche einen Gedenkstein anbringen. s
Günther Schöpf
Günther Schöpf

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