Gruppenfoto Jubiläumsfeier 40 Jahre Gipfelkreuz; Mitte rechts oben Pfarrer Richard Hofer.

40 Jahre Gipfelkreuz auf der Lazinser Rötelspitz (3037 m)

Publiziert in 17 / 2006 - Erschienen am 6. September 2006
Der Einladung der Schützenkompanie St. Jakob Rabland zur Feier des 40-jährigen Gipfelkreuz-Jubiläums auf der Lazinser Rötelspitz am 16. Juli folgten 46 Bergfreunde. Bei herrlichem Sommerwetter waren sie schon in aller Früh dem Gipfel zugestrebt. Sie bereuten die Mühe des beschwerlichen Aufstieges nicht, denn die Freude über den Gipfelsieg ließ bald alle Müdigkeit vergessen. Der Pfarrer von Rabland, Richard Hofer, selbst ein begeisterter Bergsteiger, zelebrierte die heilige Messe und lud alle zur Mitgestaltung ein. Er hatte alles bestens vorbereitet, und alle folgten seinem Aufruf und feierten eifrig mit. Pfarrer Hofer stellte in sinnigen Worten die enge Beziehung unseres Erlösers Jesus Christus zu den Bergen her, der gerne dort verweilte und dem Volk predigte. In einer Gedenkminute wurde der allzu früh verstorbenen Bergkameraden gedacht, welche vor 40 Jahren bei der Erstellung des Gipfelkreuzes mitgewirkt hatten: Hans und Franz Gamper, Franz und Sepp Frei, Sepp Abler, Walter Gstrein, Willi Lamprecht, Sepp Heel und Sepp Gamper. Das Gipfelkreuz wurde 1967 von der Katholischen Jugend von Rabland errichtet, welche es bis 1998 betreute. Im Jahr 1999 übernahm die Schützenkompanie St. Jakob Rabland das vom Sturm stark beschädigte Gipfelkreuz und restaurierte es mustergültig. Dafür danken alle Bergfreunde mit einem herzlichen Vergelt’s Gott! Die Grüße der Gemeindeverwaltung und der AVS Ortsstelle Partschins überbrachte Gemeindereferent Ewald Lassnig, der allen den Dank der Allgemeinheit aussprach, die zur Pflege des stattlichen Gipfelkreuzes und zur Ausrichtung der gelungenen Feier beigetragen haben. Er erwähnte auch die Erstbesteigung der Lazinser Rötelspitz–SW vor 30 Jahren, welche nunmehr als „Jubiläumsführe 10 Jahre Gipfelkreuz“ festgeschrieben ist. Die 370 m hohe, außerordentlich brüchige und vom Steinschlag gefürchtete Wand, die Schwierigkeiten des IV. und V. Grades aufweist, wurde damals von Sepp Prantl, Hans Gamper, Friedl Gerstgrasser, Hubert Tappeiner und Ewald Lassnig in sechsstündiger Kletterarbeit erstbestiegen. Lassnig ließ dieses riskante alpine Ereignis kurz Revue passieren, warnte jedoch eindringlich vor einer Wiederholung des gefährlichen Abenteuers, das seinerzeit wohl jugendlichem Leichtsinn entsprang. Zum Abschluss der erhebenden Gipfelfeier sangen die Bergsteiger und Bergsteigerinnen das Lied „Dem Land Tirol die Treue“ und verweilten noch eine Zeitlang auf dem Gipfel, bis die fortgeschrittene Stunde sie zur Rückkehr ins Tal mahnte.
Vinschger Sonderausgabe

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