50 Jahre Freiwillige Feuerwehr Töll

Publiziert in 17 / 2005 - Erschienen am 7. September 2005
Die Freiwillige Feuerwehr Töll begeht in diesem Jahr ihr 50-jähriges Bestandsjubiläum. Dies war kürzlich Anlass genug, eine entsprechende Feier zu veranstalten. Höhepunkt war im Anschluss eines Festes am Vorabend, das die Südtiroler Spitzbuam musikalisch begleitet hatten, der offizielle Festakt in der Fahrzeughalle am Nachmittag darauf. Musikalisch umrahmt wurde der Festakt von der Partschinser Musikkapelle. Zahlreiche Ehrengäste waren erschienen: die Landtagsabgeordneten Seppl Lamprecht und Martina Ladurner, Landesrat Michl Laimer und auch Landeshauptmann Luis Durnwalder hatte sein 2003 abgelegtes Versprechen eingehalten und kam; zwar mit Verspätung, aber „bei Stau kommt auch ein Landeshauptmann nicht weiter“. Nicht gefehlt haben auch der Landesfeuerwehrpräsident Rudi Hofer, der Bezirksfeuerwehrpäsident Wolfram Gapp sowie Abordnungen der Nachbarwehren und der Kameradschaftsfeuerwehr Vöcklabruck in Oberösterreich sowie der Bürgermeister von Partschins, Robert Tappeiner. Feuerwehrkommandant Franz Haller fasste die Geschichte des 4. Zuges der Freiwilligen Feuerwehr Partschins zusammen, die heute aus 21 Aktiven und der Jugendgruppe mit zwölf Mitgliedern besteht und das Produkt von 50 Jahren Einsatz, Arbeit, Dienst am Nächsten und langer Erfahrung ist. Am 2. Oktober 1955 war die Freiwillige Feuerwehr Töll offiziell gegründet worden. Die erste Generalversammlung leitete der damalige erste Kommandant Artur Eisenkeil. Im Mai 1956 konnten die ersten Motorspritzen ihrer Bestimmung übergeben werden und ein Jahr später das erste Fahrzeug, ein gebrauchter Militärjeep. Der Anfang war schwer, wenige Mittel standen zur Verfügung, es gab noch keine öffentliche und nur wenige private Telefonapparate, um die Wehrmänner bei Notfall zusammenzurufen. 1959 wurde die erste eigene Feuerwehrhalle gesegnet, bis dahin hatte der Felberwirt eine Garage zur Unterbringung der Geräte und Fahrzeuge zur Verfügung gestellt. 2003 konnte das neue Gerätehaus gesegnet werden. Hierfür hatte der Künstler Friedrich Gurschler einen Bronzeguss geschaffen, der Jesus darstellt und im Schulungsraum seinen Platz gefunden hat. Franz Haller dankte den vielen Förderern, der öffentlichen Hand, der Raiffeisenkasse Partschins, dem Weißen Kreuz und der Bergrettung für die professionelle Unterstützung bei vielen Einsätzen. Die ständige Weiterbildung der Feuerwehrleute und die Übungen seien erforderlich, um die modernen Geräte und Fahrzeuge bedienen zu können und wie Wolfram Gapp meinte, könne zwar die Technik helfen, „aber es bleibt immer der Mensch, der Feuerwehrmann, der sein Leben in Gefahr bringt.“ Die Ehrengäste verwiesen immer wieder auf die persönliche Einsatzbereitschaft. Es gebe noch viele Menschen, die gerne ihre Zeit opfern, um zu helfen und zusammen zu sein. Gemeinsame Aktivität halte die Dorfgemeinschaft zusammen und sei Garant für eine gute Lebensqualität für alle, sagte Michl Laimer. Großes Lob gab es auch für die Festschrift, die Ewald Lassnig zusammengestellt hatte. In der Festschrift kann man die gesamte Geschichte der Töll nachlesen, von der Zeit der Römer bis heute, und natürlich auch den gesamten Werdegang der Feuerwehr Töll. Viele Fotos und Kopien von Originaldokumenten machen dieses Buch zu einer wertvollen Informationsquelle nicht nur für die Wehr, sondern für jeden passionierten Vinschger und Südtiroler. Im Rahmen des Festaktes wurde auch das neueste Fahrzeug, ein Mercedes Sprinter, von Pfarrer Josef Schwienbacher gesegnet. Die Patenschaft hatten Anni Castiglioni und Luise Tappeiner übernommen. Zum Abschluss wurde zusammen mit den Patinnen, der Jugend und den Gästen im Festzelt gefeiert.
Christel Strasinsky
Vinschger Sonderausgabe

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