Beim Fachsimpeln: (von links): Anton Hauser, Johann Graßer, Ferdinand Hauser, Hans Mair, Franz Tumler.

50 Jahre Johanneswasser

Publiziert in 13 / 2005 - Erschienen am 7. Juli 2005
Heute wächst und gedeiht auf dem Gadriaschuttkegel von Laas Richtung Allitz alles was das Bauernherz begehrt, mittlerweile aber zumeist nur noch Äpfelbäume. Dass dies aber keine Selbstverständlichkeit ist, daran erinnert nun eine Broschüre, herausgegeben von der Allitzbach-Interessentschaft, verfasst von Alois Luggin und Oskar Reisinger. Sie dokumentiert auf eindrückliche Weise, dass ohne den Bau der Johanneswasserleitung aus dem Laaser Tal über Laas zum Allitzer Waldele hinauf, heute keine blühenden Obstbäume, und damit wohl kein Wohlstand möglich wären. Vor 50 Jahre eine Pionierleistung, die südtirolweite damals Seinesgleichen suchte. Der Blick zurück reicht bis zu den über Jahrhunderte währenden Streitigkeiten zwischen den Kortschern und Laasern um das kostbare und zumeist spärliche Nass und verdeutlicht die schwierige Lage. Ohne den zähen Verhandlungsgeist und die Integrität der Pioniere Ernst Muther und Ferdinand Andres, die nicht nur die Vertreter der Stromgiganten Montecatini und SIA überzeugen mussten, sondern auch die Skeptiker in ihren eigenen Reihen. Wo früher Waale und Fürch die Bewässerung ermöglichten, spritzen heute moderne Beregner.
Andrea Kuntner
Andrea Kuntner

Diese Seite verwendet Cookies für funktionale und analytische Zwecke. Lesen Sie unsere Cookie-Richtlinien für weitere Informationen. Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich damit einverstanden.