„Aktion Ortsnamen“

Publiziert in 23 / 2012 - Erschienen am 13. Juni 2012
Vinschgau/Kortsch - „Wir brauchen keine erfundenen pseudoitalienischen Ortsnamen. Uns reichen die echten deutschen, italienischen und ladinischen Ortsnamen.“ Dieser Überzeugung sind die Vinschger Schützen. Die Ortsnamen „Coldrano“, „Laces“, “Tarres“ und „Ganda“ zum Beispiel seien reine Reviermarken. „Sie wurden von Ettore Tolomei am Schreibtisch erfunden. Sie sollen der Welt eine Italianitá Südtirols vorgaukeln, die es in Wirklichkeit nie gegeben hat.“ Es gehe nicht darum, die italienischen Ortsnamen verschwinden zu lassen, sondern nur die erfundenen pseudoitalienischen. Zur Spurensuche der besonderen Art laden die Vinschger Schützen am Donnerstag, 14. Juni um 20 Uhr in das Vereinshaus Kortsch ein. In Zusammenarbeit mit der vom Schützenbund ins Leben gerufenen SOKO Tatort „Alto Adige“ sollen die Bevölkerung und die Politik für die Ortsnamenfrage sensibilisiert werden. Gerade jetzt, wo ein Gesetzentwurf zur Diskussion steht, der für die einen eine gute Lösung ist, für die anderen eine kulturelle Katastrophe. Den Auftakt bilden Impulsrefrerate von Arno Rainer, Margareth Lun und Tobias ­Hölbling. Im Mittelpunkt steht eine Diskussion mit folgenden Gästen: Martha Stocker (SVP), Brigitte Foppa (Grüne), Sven Knoll (STF), Pius Leitner (F), Alessandro Urzì (FLI), ­Simon Constantini (bbd) und Bezirksmajor Peter Kaserer. Harald ­Stauder moderiert.
Redaktion

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