Latsch und sein Zentrum

„Auf alles etwas gemacht“

Publiziert in 38 / 2012 - Erschienen am 24. Oktober 2012
Latsch - Es war die kürzeste Gemeinderatssitzung seit Jahrzehnten, aber auch die folgenreichste für die Bürger. In seltener Eintracht - Bürgermeister Karl Weiss wird sich dafür erleichtert bedanken - beschlossen 16 Gemeinderäte, allen Berufsgruppen und Ständen entgegen zu kommen. „Wir haben auf alles etwas gemacht“, formulierte es Weiss. Die staatlich verordneten Hebesätze von 4 Promille auf Hauptwohnungen mit Zubehör wurden übernommen, aber der Freibetrag von 200 auf 350 Euro erhöht. Für jedes Kind oder bei nachgewiesen schwerbehinderten Mitbewohnern erhöht sich der Abzug um je 50 Euro. Senioren- oder Betriebswohnungen wurden als Erstwohnungen eingestuft. Für Zweitwohnungen und Betriebe wurde der Hebesatz von 7,6 auf 7,3 Promille gesenkt. Um das Gefälle zwischen der aussterbenden Gruppe der Privatzimmervermieter und den Betrieben mit Urlaub auf dem Bauernhof (2 Promille) etwas auszugleichen, ging man in Latsch von 7,6 auf 4,6 Promille. Auf Zweitwohnungen und Leerstand wurde die mögliche Erhöhung auf 10 Promille nicht angewandt, „...um nicht einem Wildwuchs an Vermietungen Vorschub zu leisten“, begründete Bürgermeister Weiss. „Wir bewegen uns in einem Spielraum von 170.000 Euro plus 77.136 Euro aus der Landwirtschaft“, erklärte Sekretär Georg Schuster. Nach Vizebürgermeister Hans Mitterer würden vor allem Familien mit kleinerem Wohnraum unterstützt. s
Günther Schöpf
Günther Schöpf

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