Herbert Schuster, Klaus Weidinger, Karl Pfitscher, Hans Graber und Monika Holzner Wunderer (von links) mit dem Erinnerungsbild der Schützenkompanie.

Besuch im Kronland

Publiziert in 23 / 2012 - Erschienen am 13. Juni 2012
Schlanders - „Schlanders spielt eine Sonderrolle. Nicht immer werden wir in so einem schönen Ratsaal empfangen“, sagte Klaus Weidinger, der Sprecher der chilenischen Besucher mit Zillertaler Wurzeln. Zu Schützen-Hauptmann Karl Pfitscher: „Im Grunde, Karl, bist du schuld, dass wir hier sind.“ Pfitscher hatte die Kontakte geknüpft und dafür gesorgt, dass die Nachfahren der Zillertaler Protestanten auch den abgetrennten Teil des Kronlandes Tirol in der K.u.K.-Monarchie Österreich-Ungarn besuchen durften. Vor 175 Jahren hatte sie der Salzburger Fürstbischof zum Auswandern gezwungen. Der Naturnser Altbürgermeister Walter Weiss, der die Klocker, Hechenleitner, Heim, Schönherr, Kröll und Wechselberger bereits in Puerto Montt am Llanquihue See besucht hatte und der mit nach Schlanders gekommen war, hatte einen griffigen Spruch bei der Hand, um das Schicksal der Auswanderer zu beschreiben: „Die erste (Generation) hat den Tod, die zweite die Not, die dritte das Brot. Jetzt gehören sie aber alle zum einflussreichen Mittelstand“, wusste er zu berichten. Die Besucher aus Chile standen noch unter dem Eindruck der geballten Wirtschaftskraft in der GEOS, als sie Senator Manfred Pinzger und Vizebürgermeisterin Monika Holzner Wunderer „im ehemaligen Vaterland“ willkommen hießen. Bevor man zum vollmundigen Roten greifen konnte, wurden Geschenke ausgetauscht.
Günther Schöpf
Günther Schöpf

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