„Center da sandà“ mit Vorbildcharakter

Publiziert in 32 / 2013 - Erschienen am 18. September 2013
Sta. Maria - Das Gesundheitszentrum Val Müstair entspricht allen Anforderungen, wie sie sich die Regierung des Kantons Graubünden für eine optimale Gesundheitsversorgung der Bevölkerung wünscht. „Euer Gesundheitszentrum hat Vorbildcharakter für eine gute Versorgung in peripheren Räumen“, sagte Regierungsrat Christian Rathgeb am 13. September bei einer Pressekonferenz im „Center da sandà Val Müstair“ in Sta. Maria. Der Vorsteher des Departements für Justiz, Sicherheit und Gesundheit und einige seiner engsten Mitarbeiter hatten das Gesundheitszentrum vorab besichtigt und mit der Direktorin Judith Fasser, dem Chefarzt Theodor von Fellenberg, der zuständigen Kommissions-Präsidentin Gabriella Binkert Becchetti und weiteren Führungskräften über die derzeitigen Anliegen und die weitere Entwicklung des Gesundheitszentrums gesprochen. Gemessen am Einzugsgebiet - im Val Müstair leben ca. 1.600 Menschen – bietet das Gesundheitszentrum ein breites Leistungsspektrum an: Akutspital mit eigenem Rettungsdienst, medizinische Praxis, Pflegeheim mit derzeit 25 Bewohnern, Spitex (Hilfe und Pflege zu Hause), Mahlzeitendienst, Mütter- und Väterberatung, Zahnarzt, psychiatrische Beratung, Physiotherapie und Fußpflege. Mit derzeit 93 Beschäftigten – auch Personen aus dem Vinschgau sind darunter - ist das Zentrum auch ein bedeutender Arbeitgeber im Tal. Genügend Ärzte und spezialisiertes Fachpersonal zu bekommen, ist eines der größten Anliegen. Was die Zusammenarbeit mit dem Krankenhaus Schlanders betrifft, so soll es laut Rathgeb einen neuen Anlauf geben. „Diese Zusammenarbeit muss von der Bevölkerung aus Taufers, Glurns und anderen Gemeinden des ­Vinschgaus gewünscht werden“, sagte Binchert. Der Gemeindepräsident Arno Lamprecht gab zu bedenken, dass die Einwohnerzahl weiter schrumpft. Die größte Chance für das Zentrum sehe er in einer Ausweitung des Einzugsgebietes in Richtung Vinschgau. Über die klare Aussage von Rathgeb, das Gesundheitszentrum langfristig erhalten zu wollen, freute sich Lamprecht ebenso wie die Verantwortlichen des Zentrums. Viel Potential ortet der Regierungsrat in Verknüpfungsmöglichkeiten zwischen Gesundheitszentrum und Tourismus. Sepp
Josef Laner
Josef Laner

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