Clown „Stauni“ hat viele Tricks auf Lager.

Da staunte der „Stauni“

Publiziert in 2 / 2006 - Erschienen am 25. Januar 2006
Mals – Die Informationsstunde im Oberschulzentrum von Mals war vorbei, nach dem ernsten und auflockernden Teil, als zwei hübsche Schülerinnen dem verdutzten Clown einen symbolischen Scheck über eine schöne Euro–Summe für seine Organisation überreichten. Bernhard Wiesler, Clown Stauni, arbeitet bei und für die Organisation „Medicus Comicus“. Was diese Organisation ist, was die Clowns erreichen wollen und auf welchem guten Weg sie dabei schon sind, zeigte Clown Stauni auf. Ein Medicus Comicus ist ein Clown, der in einen Arztkittel schlüpft und Heiterkeit verbreitet. Seine Medizin ist Humor, durch den er den Schmerz und Heimweh vergessen lässt. Er sei wie ein Sonnenstrahl im traurigen Krankenhausalltag der Kinder. Dann fragte er die Schüler ganz direkt: „Hast du schon einmal in die Augen eines traurigen, kranken Kindes gesehen? Hast du je die Einsamkeit, die Angst und den Schmerz in diesen kleinen Kinderherzen mitgefühlt? Die Medizin, die in solchen Fällen hilft und Kraft spendet, heißt Lachen. Also schenke auch du einem kranken Kind ein Lachen, viele leuchtende Kinderaugen danken dir dafür“. Der Organisation gehören zur Zeit 14 Clowns an, die regelmäßig einmal die Krankenhäuser des Landes besuchen, besonders die verschiedenen Kinderabteilungen, wo besonders den krebskranken Kindern besondere Aufmerksamkeit entgegengebracht wird. Aber auch in Alten-, Pflege- und Behindertenheimen treten die Clowns auf. Auf die Frage einer Schülerin, was der Clown bei diesen Besuchen oft empfinde, antwortete Stauni: „Man muss Mitgefühl zeigen, aber nicht Mitleid, dann funktioniert das.“ Um die Schüler wieder ein wenig aufzuheitern, zeigte er auch Einiges aus seiner Trickkiste. Die Fachlehrerin für Praktikum in Sozialeinrichtungen, Eva Fritz Sommavilla, erläuterte den rund 100 Schülerinnen und Schülern auch den Grund für diese Spende. Während im letzten Jahr (wie auch in diesem Schuljahr) von Schülern aller drei Schultypen der Oberschule Mals (Lehranstalt für Soziales, Handels- und Sportoberschule) Patenschaften für Mädchen in Afghanistan übernommen wurden, um diesen einen Schulbesuch zu ermöglichen, wandte man sich in diesem Schuljahr Kindern und Menschen in unmittelbarer Nähe zu. Mit den gesammelten Geldmitteln in und außerhalb der Schule werden Schmetterlingskinder und eben die freiwillige Organisation Medicus Comicus unterstützt.
Erich Waldner

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