„Der Gemeinderat entscheidet“

Publiziert in 24 / 2012 - Erschienen am 20. Juni 2012
Die Entscheidung darüber, ob es in Mals bezüglich Windkraft zu einer ­Bürgerfragung kommt, obliegt ausschließlich dem Gemeinderat von Mals. Mals - Dies stellt Albrecht Plangger, Obmann des Vinschger Energiekonsortiums (VEK), in Bezug auf die jüngste Titelgeschichte im richtig. Die darin geäußerten Ansichten des Landtagsabgeordneten Sepp Noggler seien in keiner Weise so zu verstehen, als wolle das VEK Druck auf die Gemeinde Mals ausüben. Der VEK-Verwaltungsrat hat laut Plangger beschlossen, die Abbruchkosten der zwei bestehenden Windräder anteilsmäßig zu übernehmen. Der Abbruch sei somit für das VEK definitiv, anders lautende Spekulationen seien nicht angebracht und kontraproduktiv. Im VEK-Verwaltungsrat sei man aber auch der Ansicht, dass der Abbruch der Windräder ohne Alternativstandorte einen Rückschritt auf dem Vinschger Weg in Richtung Stromautarkie bedeuten würde. Daher sei er, Plangger, beauftragt worden, mit der Gemeinde Mals Kontakt aufzunehmen, um zu überprüfen, ob nicht gerade zum jetzigen Zeitpunkt eine präventive Bürgerbefragung für den Bau zweier Windkraftanlagen bei der Bauschuttdeponie - es handelt sich um Alternativstandorte, die bereits als solche in der Umweltverträglichkeitsstudie aufscheinen - ins Auge gefasst werden könnte. Die Probleme für St. Valentin und Ulten-Alsack wären mit dem Abbruch gelöst. Ohne jegliche Zukunftsperspektive für die Windkraft sollte der Abbruch der bestehenden Anlagen nicht erfolgen. Die bestehende Miteigentumsgemeinschaft soll aufgelöst werden, um gänzlich von vorne beginnen zu können. Das VEK ist überzeugt, dass sich die Malser Bevölkerung inzwischen eine Meinung zur Nutzung der Windkraft gebildet hat und somit auch ohne weiteres entscheiden ­könnte, was sie auch tun sollte, damit die Politik weiß, wie es weitergehen sollte. Das VEK hofft, dass die Mehrheit der Bevölkerung für eine schonende und bescheidene Nutzung der Windkraft ist. Dass Noggler in den VEK-Ausschuss kooptiert wurde, um die „Rettungsakton“ der Windkraftnutzung federführend in die Hand zu nehmen, stimme so nicht. Was die Wirtschaftlichkeit der bestehenden Windräder angeht, so warfen sie in den vergangenen zwei Jahren 230.000 bzw. 240.000 Euro ab, nicht 600.000 Euro pro Jahr. Die Abbaufrist könne nicht verlängert werden. Was das UVP-Verfahren betrifft, so habe nicht die Gemeindeverwaltung von Mals, sondern die Miteigentumsgemeinschaft Marein einstimmig beschlossen, das Projekt nicht zur UVP einzureichen. Die Gemeinde Mals trug diese Entscheidung mit ihrem Anteil von 27% mit. Insofern kann der Gemeindeverwaltung nicht vorgeworfen werden, etwas verschlafen zu haben. Sepp Laner
Josef Laner
Josef Laner
Vinschger Sonderausgabe

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