Der Kompost ist das „Gold der Gärtner“

Publiziert in 10 / 2005 - Erschienen am 26. Mai 2005
„Auf zum ersten Kompostfest’“ hieß es am vergangenen Samstag auf dem Stainerparkplatz in Schlanders. Die Gemeinde Schlanders und die Umweltdienste Vinschgau wollten mit diesem Fest zeigen, dass es sich lohnt, Bioabfall zu sammeln und zu kompostieren. Mit einer „Live-Kompostierung“ wurde gezeigt, wie Grünschnitt ge-häckselt und Kompostmieten gewendet werden. Weiters konnten die Besucher auf einer spannenden Reise durch einen „Kompostlehrpfad“ den wertvollen Humus („Gold der Gärtner“) unter die Lupe nehmen. Es wurde auch eingehend erklärt, wie aus Bioabfall Kompost wird und dass mit dem Begriff Kompost-miete die Aufschüttung von zu kompostierenden Abfallstoffen auf regelmäßige Haufen zum Zwecke der Rotte gemeint ist. In einem „durchsichtigen Kompostgitter“ konnte beobachtet werden, was da alles keucht und fleucht. Außerdem gab es eine Kompostberatung mit Tipps für das „Düngen mit Kompost“ und einen Stand, an dem Kompost- und Gartenwerkzeug feilgeboten wurde. Selbtsvermarkter boten im Rahmen des Festes ihre Produkte an, für das leibliche Wohl sorgte die Schlanderser Bauernjugend. Fachliche Auskünfte erteilte unter anderem auch Patrik Gamper, der die Kompostieranlage „Talair“ in Schlanders betreibt. Bereits im März 2005 hatte die Gemeinde Schlanders unter dem Motto „Kunst aus Müll“ einen Schülerwettbewerb ausgeschrieben. Die Schlanderser Schüler haben mit ihren Kunstwerken eindrucksvoll bewiesen, dass im Müll sehr viel kreatives Potenzial steckt. Die besten, von einer Kommission bewerteten Arbeiten wurden beim Kompost-fest prämiert. Die Sieger konnten tolle Preise entgegennehmen. Klassenpreise gab es für die 2B, die 1D und die 1A der Mittelschule Schlanders, für die 2W und die 2N des Realgymnasiums, für die 3B der Handelsoberschule und die 3A der Grundschule, Einzelpreise für Maria Ladurner und Verena Perkmann (Neusprachliches Gymnasium), Stephan Rechenmacher (Grundschule Kortsch), Lisa Altstätter (Grundschule Schlanders) sowie Janis Tappeiner und Kevin Trafoier (Neusprachliches Gymnasium). 27 Arbeiten waren abgegeben worden. Sie bleiben noch bis zum 27. Mai im Haus der Bezirksgemeinschaft ausgestellt. Hansjörg Dietrich von der Bezirksgemeinschaft (Amt für technische Dienste und Umweltdienste) gab sich mit dem Kompostfest zufrieden.
Josef Laner
Josef Laner

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