Sonja Bisi, Psychopädagogin sowie Lern- und Familienberaterin

Der Vinschgau zeigt Väterpräsenz

Publiziert in 7 / 2006 - Erschienen am 5. April 2006
Goldrain – Vinschger „Tatas“ lassen Kinder und Frauen nicht so im Stich wie in anderen Bezirken, stellte die Psychopädagogin Sonja Bisi bei ihrem Vortrag „Tata, ich brauch dich mehr als du denkst“ im Bildungshaus Schloss Goldrain fest. Fast 80, vorwiegend junge Väter, auffallend mehr als bei ähnlichen Vorträgen in anderen Bezirken, hatten sich in Goldrain eingefunden, an die zwei Stunden geduldig ausgeharrt und sich erzählen lassen, dass das Andreas Hofer-Wort „Mandr, es isch Zeit!“ auch auf die Erziehung der Kinder angewandt werden kann. In der Kindheit, im Kindergarten und in den verschiedenen Schulstufen könne es vorkommen, dass ein Bub nur mehr von Frauen erzogen und geprägt werde. Es sei tatsächlich höchst an der Zeit, das männliche Element verstärkt in den Vordergrund zu rücken, mahnte die erfahrene Lehrerin und Lernberaterin Sonja Bisi an. Natürlich sei zur gesunden und ausgewogenen Entfaltung einer Persönlichkeit auch bei Töchtern die Präsenz des Vaters notwendig, ergänzte die Referentin. Die Ausführungen schienen nicht ganz spurlos vorüber gegangen zu sein. Zu drängend war die Aufforderung, inne zu halten und sich zu fragen, wie viel Zeit man wirklich mit den eigenen Kindern verbringt.
Günther Schöpf
Günther Schöpf

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