„Direkte Radwegverbindung hat Priorität“

Publiziert in 40 / 2012 - Erschienen am 7. November 2012
Schlanders – Der Gemeinderat von Schlanders hat am 25. Oktober bei drei Enthaltungen beschlossen, einen ca. 300 m langen Radweg als Verbindung von der Radweghaupttrasse bis zur Einfahrt in die Gewerbezone Vetzan in den Bauleitplan einzutragen. „Die Grundbesitzer sind einverstanden, in der Gewerbezone arbeiten rund 500 Personen,“ hatte BM Dieter Pinggera vorausgeschickt. Der Impuls für diese Radwegverbindung sei seinerzeit von Manfred Pinzger („Vinschgerhof“) ausgegangen. Es handle sich aber nicht um ein Ad-Personam-Vorhaben. „Wenn ein wirtschaftliches Interesse da ist, geht es sehr schnell. Auf eine direkte Radwegverbindung Vetzan-Schlanders wird schon lange gewartet“, meinte Martin Daniel. Er regte an, dass der „Vinschgerhof“ beim Bau der Verbindung im Sinne von „Public-Private-Partnership“ mitzahlen sollte. „Für uns als Fraktion ­Vetzan hat die direkte Radverbindung nach wie vor ­Priorität“, sagte der Gemeindereferent Manuel Massl. Er und auch der Bürgermeister gehen davon aus, dass die Direktverbindung vor der Radweganbindung der Gewerbezone gebaut wird. „Wir arbeiten intensiv an der direkten Verbindung und ich glaube, dass sie noch innerhalb dieser Verwaltungsperiode umgesetzt wird,“ so Pinggera. Erwin Dilitz sagte, dass er grundsätzlich nichts gegen die Anbindung an die Gewerbezone habe, aber es liege auf der Hand, dass die Verbindung in erster Linie einem einzigen Betrieb zugute komme. Der „Vinschgerhof“ fungiert auch als Radweg-Raststätte. Vorwürfe, wonach die Radverbindung in erster Linie im Interesse des „Vinschgerhofs“ ­errichtet werde soll, weist Pinzger, selbst betroffener Grundeigentümer, zurück: „Unser Betrieb liegt zufällig an der Strecke.“ sepp
Josef Laner
Josef Laner
Vinschger Sonderausgabe

Diese Seite verwendet Cookies für funktionale und analytische Zwecke. Lesen Sie unsere Cookie-Richtlinien für weitere Informationen. Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich damit einverstanden.