Gruppenbild vor der St.-Peter-Kirche in Tanas

Eine Kindheit in der „Lochmühl“

Publiziert in 11 / 2006 - Erschienen am 31. Mai 2006
Tanas – Am 20. Mai feierten die Geschwisterkinder des Ehepaares Johann Klotz und Josefine Marseiler in der St.-Peter-Kirche von Tanas eine Gedenkmesse für ihre verstorbenen Verwandten. In der nahe gelegenen „Unteren Mühle“ befand sich vor vielen Jahrzehnten die Wiege ihrer Vorfahren. Johann und Josefine Klotz lebten am Ufer des Tanaserbaches mit ihren 11 Kindern bis 1948 in ärmlichsten Verhältnissen. Durch Heirat oder Beruf zogen die Kinder später in andere Dörfer oder gar ins Ausland. Eine Tochter beispielsweise kam auf die Gschneirhöfe und war die Mutter des früheren Tiroler Landeshauptmannes Eduard Wallnöfer. Dessen Tochter Luise und ihr Ehemann, der jetzige Tiroler Landeshauptmann Herwig van Staa, waren ebenfalls zum Familientreffen gekommen. Sohn Johann Klotz blieb für einige Zeit mit seiner 9-köpfigen Familie bei der Oberen „Lochmühle“, von der heute nur noch eine Ruine zeugt und der Tanaser Besinnungsweg vorbeiführt. Genau an dieser Stelle gab es für alle angereisten Verwandten einen Halbmittag, vorbereitet von Frieda Klotz verw. Weißenhorn, die in der oberen „Lochmühl“ geboren und aufgewachsen war. Erinnerungen an eine entbehrungsreiche, aber dennoch von Fürsorge und Liebe geprägte Kindheit wurden wach, als die begnadete Mundartdichterin Frieda eines ihrer zahlreichen Gedichte vortrug, dessen Schluss lautete: „Vo oll dem gibt’s lai mear di Erinnerung und a kluans Haifele Stuan. Do isch mein Bettstattl gstondn, des isch und bleibt mei liabreichs Drhuam“
Ingeborg Rainalter Rechenmacher
Ingeborg Rainalter Rechenmacher
Vinschger Sonderausgabe

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