Ende der Bequemlichkeit

Publiziert in 22 / 2012 - Erschienen am 6. Juni 2012
Latsch - Umweltreferent ­Roland Riedl musste zeitweise vor fast leeren Bänken vom bevor­stehenden Ende der unbekümmerten Bio-Abfallzeit zum Nulltarif berichten. „Hilbertal quillt über, Naturns stinkt, im Obervinschgau wird das neue System für Küchenabfälle eingeführt“, schilderte Riedl plakativ die sich zuspitzende Situation in der Bewirtschaftung der Bio-Abfälle. Grünschnitt könnten Familien mit mindestens 30 Quadratmetern Garten selbst kompostieren, bei Mindestabständen zwischen 1,5 und 2 Metern zum Nachbarn, um Geruchsbelästigungen zu vermeiden. „Strauchschnitt muss im Recycling-Hof abgegeben werden und das kostet“, betonte Riedl. Er kündigte den Einsatz von 20-­Liter-Behältern an, ausschließlich für Küchenabfälle. „Die dürfen zum Beispiel keine Blumenerde enthalten“, ergänzte er. Gebracht werden soll der Küchenabfall entweder zur Verwertungsanlage in den Tisner Auen oder zum Gärturm an der Kläranlage in Tschars. Kopfzerbrechen bereite die Entsorgung des Grasschnittes von den drei Sportplätzen, teilte Referent Riedl mit. Zu viel Stickstoff würde in den Boden kommen, meinte auch Bürgermeister Karl Weiss im Hinblick auf eine mögliche Abnahme durch die Bio-Bauern.
Günther Schöpf
Günther Schöpf

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