Aufmarsch zur Bezirksjahresversammlung der Schützen in Morter

„Endziel: Ein Tirol im vereinten Europa“

Publiziert in 7 / 2006 - Erschienen am 5. April 2006
Morter – Zu den Klängen der Musikkapelle Goldrain-Morter wurde zur Kirche gezogen, zum rhythmischen Schlag der Trommler vor dem Kulturhaus in Morter aufmarschiert. Die Abordnungen der Vinschger Schützen-Bataillone „Josef Stecher“ und „Martin Teimer“ wurden von Hauptmann Josef Wellenzohn aus Göflan kommandiert. Nach einem unerwarteten Kontrollauftritt von vier Carabinieri in Zivil und der Feststellung, dass von der Gemeindeverwaltung Latsch kein Vertreter anwesend sei, schritt Bezirksmajor Karl Pfitscher zügig zur 13 Punkte umfassenden Tagesordnung der Bezirksjahresversammlung. In Anwesenheit des Ehrenmajors des Südtiroler Schützenbundes, Josef Graber aus Schlanders, des Ehrenmitgliedes des Bezirkes, Gerhard Telser aus Eyrs, und des Vorsitzenden des Südtiroler Kriegsopfer- und Frontkämpferverbandes (SKFV) Bezirk Vinschgau, Meinrad Dietl aus Taufers, stellte Major Pfitscher in klarer Eindeutigkeit fest, dass der Schützenbezirk Vinschgau die Geschichtsklitterung durch die Gefallenen-Ehrung der „Alpini“ beim „Buanerhaufen“ auf der Malser Haide verurteile. Seine Mannen und Marketenderinnen nahm er ebenso klar ins Gebet, als er auf den armseligen Auftritt bei der Tiroler Schützenwallfahrt in Absam hinwies. Ein Zusammenschluss der Schützen des nördlichen und südlichen Landesteiles sei in nächster Zeit nicht zu erwarten, stellte Major Pfitscher fest, da die Unterschiede noch zu krass seien, es bleibe das Ziel, „ein Tirol im vereinten Europa“ anzustreben. Erfreut zeigte er sich über die Spendengelder, die die Schützen den Unwettergeschädigten im Oberen Gericht und in St. Anton auf unbürokratische Weise zur Verfügung stellen konnten. Skepsis sei angebracht über die Vereinnahmung der Schützen durch die „Grünen“ bei deren Aktionen gegen die Transitbelastung. Was diese Partei im Schild führe, könne man derzeit an den Wahlaktionen im Bezirk Vinschgau erkennen. Skepsis müsse auch die Tatsache hervorrufen, wenn bei Volksmusikveranstaltungen die drei Erstplatzierten mit englischen Texten ihre Preise gewinnen. Bedauerlich sei es, dass als einziger Vinschger Bürgermeister Hubert Variola in Schnals die Petition der Schützen nicht unterschrieben habe. Bedauert wurde die Abwesenheit der Kompanie Taufers und diskutiert wurde über die Versuche, die Kompanie Burgeis wieder zu beleben. In seiner Vorschau stellte Bezirksmajor Pfitscher das Bezirksschützenfest in Latsch 2007 und das Gedenkjahr 2009 in den Vordergrund.
Günther Schöpf
Günther Schöpf

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