Großes Interesse an der Trophäenschau im Kulturhaus; 840 Jäger und 27 Jägerinnen gibt es im Jagdbezirk Vinschgau.

Es geht um die Fremdwahrnehmung

Publiziert in 10 / 2014 - Erschienen am 19. März 2014
Schlanders - Es war die erste Bezirkshegeschau, die Berthold Marx als Landesjägermeister im Vinschgau eröffnete, und es war die erste im Tal nach dem Ende der Ära Luis Durnwalder. Vor ihm, dem einfachen Zuhörer unter Jägerinnen und Jägerinnen aus den 12 Vinschger Revieren, vor Vertretern der Gemeindeverwaltung, der Land- und Forstwirtschaft fand Bezirks- und Landesjägermeister Marx offene Worte zur gesellschaftlichen Rolle der Jagd. Die politische Verteidigung sei in den letzten 35 Jahren selbstverständlich geworden. Nun gehe es aber um eine bessere auto­nomiepolitische Absicherung und um positive Signale an die öffentliche Meinung. Das erwarte er sich von einem runden Tisch mit Naturschützen, mit Jägern und Landwirten, durch die Aus- und Weiterbildung der Jägerschaft, aber vor allem durch breitere Information und einem geschlossenen Auftreten. „Unsere Jagd ist ein Stück Volkskultur“, rief er in den stimmungsvoll geschmückten und bis auf den letzten Platz besetzten Kultursaal. Leidenschaftlich, musikalisch und optisch forderte der Geschäftsführer des Jagdverbandes Heinrich Aukenthaler auf, Verantwortung für ein neues Naturverständnis zu übernehmen und an einem zeitgerechten Jägerbild zu arbeiten. Sinngemäß meinte er: „Unsere Selbstwahrnehmung zeigt nicht die gesamte Realität. Auch andere Meinungen müssen untersucht werden. Es geht um die Fremdwahrnehmung.“ Auf Aukenthalers Vortrag wird der Vinschger noch näher zurückkommen.s
Günther Schöpf
Günther Schöpf
Vinschger Sonderausgabe

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