An jedem Dienstag von 14 bis 18 Uhr ist die Kleiderstube „Wilma“ im Widum in Rabland für Spender und Kunden geöffnet.

„Es gibt viele, die es notwendig haben“

Publiziert in 35 / 2012 - Erschienen am 3. Oktober 2012
In Rabland wurde kürzlich die Kleiderstube „Wilma“ offiziell ­eröffnet. Sie ist jeden Dienstag von 14 bis 18 Uhr für Spender und Kunden geöffnet. Rabland - Den Namen „Wilma“ trägt die Kleiderstube deshalb, weil es Wilma Dall’Acqua aus Naturns war, welche die Einrichtung einer Kleiderstube stets unterstützt hatte. Wilma ist am 7. Juli 2012 gestorben. Kurz zuvor hatte die Kleiderstube, untergebracht im Untergeschoss des Widums in Rabland, ihren Betrieb aufgenommen. „Es ist leider nicht so, dass alle Menschen genug zum Essen und zum Anziehen haben. Viele, vor allem kinderreiche Familien oder Rentner, brauchen Hilfe, heute mehr denn je,“ sagte der Plauser Gemeindereferent Heinrich Kainz bei der schlichten Eröffnungsfeier am 22. September. Die Kleiderstube ist ein Projekt der Gemeinden Naturns, Plaus, Partschins und Schnals sowie des Sprengelbeirates des Sozial- und Gesundheitssprengels Naturns. Getragen wird das Projekt von der Pfarrcaritas Naturns und den Freiwilligen der Kleiderstube. „Die Idee, im Sprengeleinzugsgebiet eine Kleiderstube zu errichten, wurde vor rund zweieinhalb Jahren geboren,“ berich­tete die Naturnser Gemeindereferentin Margot Tschager Svaldi. Sie dankte dem früheren Pfarrer von Rabland, Richard Hofer, der den Raum im Widum zur Verfügung stellte. Dank zollte sie auch dem Pfarrgemeinderat von Rabland, der Firma Schweitzer Naturns und dem Kaufkaus Gritsch für die kostenlose Einrichtung, allen weiteren Sponsoren, den Freiwilligen der Gruppe Freccia/Pfeil, der Pfarre Naturns und der Pfarrcaritas Naturns. Jeden Dienstag wird die Kleiderstube geöffnet. Die Kleider werden von einer Gruppe von Freiwilligen unter der Leitung von Verena Neubauer angenommen, verteilt, eingeräumt und ausgeräumt. Die Kleiderstube soll laut Christina Eberhöfer, der Leiterin des Sozial- und Gesundheitssprengels, nicht nur eine Anlaufstelle für Bedürftige sein, sondern auch ein Signal, um der Wegwerf-Gesellschaft entgegenzuwirken. Neben Kleidern werden auch andere Gebrauchsgegenstände vermittelt: Wäsche, Handtücher, Bettwäsche, Haushaltswaren, Spielzeug. Abgabe und Mitnahme sind kostenlos. Gesegnet hat die Kleiderkammer Dekan Rudolf ­Hilpold im Beisein des Pfarrers ­Josef Schwienbacher. Zur Eröffnung waren auch die Bürgermeister von Partschins und Naturns, Albert Gögele und Andreas ­Heidegger, sowie der Schnalser Vizebürgermeister Gerhard Müller gekommen. Erste Bilanz Seit der Eröffnung im Juli bis einschließlich 20. September wurden in der Kleiderstube 80 Ent­nahmen gezählt, durchgeführt von 48 Personen. 23 Entnahmen erfolgten durch ausländische Mitbürger aus Marokko, ­Bosnien, Polen und Deutschland, 57 durch Einheimische. Es kommen deutlich mehr Frauen in die Kleiderstube als Männer. Die Zahl der Entnahmen ist steigend: 19 im Juli, 31 im August und 30 vom 1. bis zum 20. September. Sepp Laner
Josef Laner
Josef Laner

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