„Es soll enk uanfoch fein dunken!“

Publiziert in 2 / 2006 - Erschienen am 25. Januar 2006
Prad – Am 7. Januar um 20 Uhr war der Raiffeisensaal im Aquaprad bis zum letzten Platz besetzt. Zum 5. Musikantenhuangart der Dritte-Welt-Gruppe Prad waren über 300 interessierte Zuhörer erschienen. Bernadette Steinhauser begrüßte die Anwesenden und dankte allen, die zum Gelingen des Huangart beigetragen hatten, den vielen freiwilligen und ehrenamtlichen Helfern und den Geschäften, die den Organisatoren beim Einkauf von Speis und Trank und Dekoration entgegen gekommen waren. Anschließend eröffneten die Huangartler aus Prutz, für die es bereits der 231. Sänger- und Musikantenhuangart war, den Musikantenhuangart. Nikolaus Pröll von den Huangartlern moderierte die Ansagen und führte gekonnt locker durch den Abend. Auf dem Programm standen die Hoamstanzer aus dem Burggrafenamt, der Langtauferer Frauen-Dreigesang, die Geschwister Pichler aus Latsch, die Pfrouslmusi, die Kindertanzgruppe Prad, der Durnholzer Viergesang und Schüler der Musikschule Mals mit ihren Lehrern Gernot Niederfriniger und Markus Hochkofler. Es kamen aber auch einige, die der Einladung kurzfristig folgten: die Prodroanermusi, die Nauderer Schupfenmusi, die Obervinschger Raffelemusi, u.v.m. Das sei eben das Besondere am Huangart, erklärte Nikolaus Pröll, jeder sei willkommen, der ein flottes „Liadl“ aufspielen könne. Die Zuhörer konnten genauso ungezwungen den dargebotenen Weisen lauschen oder dazu tanzen. Im Laufe des Abends kamen die Gäste auch in Schwung und der Tanzboden wurde fleißig genutzt Die Großen wie die Kleinen genossen das gesellige Beisammensein und amüsierten sich bis nach Mitternacht. Den Höhepunkt des Abends stellte die Versteigerung einer Holzskulptur von Sepp Heinisch dar. Der Reinerlös der Veranstaltung soll zur Unterstützung des Drogen-Therapiezentrums in Acre (Brasilien) verwendet werden. Derzeit leben dort bis zu 20 junge Menschen, die zusammen mit ausgebildeten Betreuern versuchen, dem Teufelskreis der Drogen- und Alkoholabhängigkeit zu entkommen und wieder ein eigenständiges Leben zu erlernen. Chriselda Kandler, die selber viele Jahre als Entwicklungshelferin tätig war, koordiniert die Hilfsleistungen, stellt Kontakte her und übersetzt Briefe aus und nach Brasilien. Die Dritte-Welt-Gruppe Prad hat außerdem ein Spendenkonto für das Therapiezentrum eingerichtet: Raiffeisenkasse Prad Kontonummer 20.277-1.
Gabriele Markart
Vinschger Sonderausgabe

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