KFS-Präsidentin Doris Schweigkofler Seebacher (links) und Geschäftsführerin Marlene Sebastiani

Familie als Auftrag

Publiziert in 9 / 2006 - Erschienen am 4. Mai 2006
Im Nationalparkhaus „aquaprad“ in Prad hat der Katholische Familienverband Südtirol (KFS) am 29. April unter dem Motto „Familie als Auftrag“ seine 40. Landesversammlung abgehalten und zugleich auf vier Jahrzehnte Familienverband zurückgeblickt. Der KFS-Bezirk Vinschgau mit der Bezirksleiterin Priska Theiner an der Spitze hatte sich alle Mühe gegeben, die Landesversammlung möglichst nett und familienfreundlich auszurichten. Mitgeholfen haben vor allem die 9 überaus rührigen KFS-Zweigstellen des Vinschgaus, die unter anderem für das leibliche Wohl sorgten. In seiner besinnlichen Einführung stellte der geistliche Assistent des KFS, Toni Fiung, das Kind in den Mittelpunkt. „Die Förderung und Unterstützung der Familie muss ein Anliegen aller Politiker sein,“ sagte der Prader Bürgermeister Hubert Pinggera, der die weit über 300 KFS-Vertreter aus allen Landesteilen begrüßte. Die KFS-Präsdentin Doris Schweigkofler Seebacher, die bei der Neuwahl des Zentralausschusses einen großen Vertrauensvorschuss bekommen hat, sagte, dass der Verband nach 40 Jahren weiterhin lebt und gedeiht. Es sei aber bei weitem noch nicht alles erreicht. Mütter dürften nicht zu „Sozialfällen“ werden. Eine ganze Reihe von Ehrengästen zollte dem Familienverband Dank und Anerkennung für die Tätigkeit und die Organisationen und Institutionen, die aus dem Verband hervorgegangen sind wie etwa die Initiative Frauen helfen Frauen oder das Haus der Familie am Ritten. Der Bischof Wilhelm Egger hob die Bedeutung des Verbandes ebenso hervor wie Richard Theiner, Landesrat für Gesundheit und Sozialwesen, Sabina Kasslatter Mur, Landesrätin für Familie, Martha Stocker, Vizepräsidentin des Regionalrates und Paul Hofbauer, der Vorsitzende des Katholischen Familienverbandes Tirol. Die Familienförderung ist laut Sabina Kasslatter Mur weiter auszubauen. Richard Theiner verwies auf die vielen Scheidungen und Trennungen: „Hier geht es um die Grundfeste unserer Gesellchaft, es muss wieder mehr Vertrauen in die Familie einkehren.“ Südtirol brauche den Familienverband mehr denn je. Großen Applaus gab es für Franz Waldner, den Gründungspräsidenten des 1966 in Bozen aus der Taufe gehobenen Familienverbandes. Diesem gehören mittlerweile an die 16.000 Familien an (119 Zweigstellen landesweit). Neben Franz Waldner sind noch andere Gründungsmitglieder nach Prad gekommen, unter anderem Gertraud und Heinrich Oberrauch sowie Benedikt Gramm. Über das KFS-Programm 2006 informierter die Geschäftsführerin Marlene Sebastiani. Im neu gewählten Zentralausschuss, dem auch die Bezirksleiter angehören, ist unter anderem auch Sylvia Weiss Gritsch aus Latsch vertreten. Aufgelockert haben die Landesversammlung, bei der auch die Gewinnerfamilien der Aktion „Familienfreundliche Geschäfte“ des Verbandes für Kaufleute und Dienstleister verlost wurden, die Jugendkapelle Prad und die Theatergruppe Thealit. Mitunterstützt wurde der KFS-Bezirk Vinschgau bei der Ausrichtung der Landesversammlung unter anderem von der Sennerei Burgeis, der VI.P und der Raiffeisenkasse Prad.
Josef Laner
Josef Laner

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