Der Großteil der Aus- und Umbauarbeiten in der Kompostieranlage „Talair“ steht vor der Fertigstellung.

Fast alles bereit in „Talair“

Publiziert in 27 / 2012 - Erschienen am 11. Juli 2012
Die Kompostieranlage in Schlanders wird in Kürze Grün- und Strauchabfälle aus dem gesamten Obervinschgau aufnehmen. Schlanders - Die Arbeiten zum Um- und Ausbau der Kompostieranlage „Talair“ zur Bezirks-Grünschnittdeponie sind weit gediehen. „Der Großteil der Arbeiten wird innerhalb Juli abgeschlossen sein,“ sagte Gemeindereferent Walter Gurschler bei einem Ortsaugenschein. In „Talair“ sollen in Zukunft gemäß einer Vereinbarung zwischen der Gemeinde und der Bezirksgemeinschaft die Grün- und Strauchabfälle aus den Gemeinden des Obervinschgaus (ab Schlanders) angeliefert werden. Die Abfälle werden bei der Bezirksmülldeponie in Glurns zwischengelagert, gehäckselt und nach „Talair“ gebracht. Die Nassabfälle (Biomüll) sollen künftig in den Bezirkskläranlagen Obervinschgau (Glurns) und Mittelvinschgau (Tschars) einer Co-Fermentation zugeführt werden. In Zukunft soll in „Talair“ nur mehr der Biomüll der Gemeinde Schlanders kompostiert werden, zurzeit wird dort auch noch der Biomüll aus Laas und Prad angeliefert. Die Bürger der Gemeinde Schlanders werden auch künftig ihre Grünabfälle nach „Talair“ bringen können. „Wegen der derzeitigen Arbeiten ist die Anlage auch im Sommer nur donnerstags von 14 bis 17 Uhr offen,“ so Gurschler. Später wird auch wieder am Dienstagvormittag geöffnet sein. Über eine Öffnung an Samstagen werde man diskutieren. Neben der Erweiterung der Lagerfläche für den Fertigkompost und der ­Asphaltierung des Platzes, auf dem die Grünabfälle gelagert werden, umfassen die Arbeiten auch die Überdachung von ca. der Hälfte des Kompostplatzes, die Errichtung einer Waage und weitere Arbeiten. Die Gesamtkosten der für 2012 vorgesehenen Arbeiten belaufen sich auf ca. 1,25 Mio. Euro. 50% übernimmt das Land. Auch die Gemeinden, die künftig Grünabfälle anliefern, werden über die Gebühren an den Amortisierungskosten beteiligt. 2013 sollen mit weiteren Geldmitteln unter anderem das Büro fertig gestellt sowie der Zufahrtsweg zur Anlage weiter instand gesetzt werden. 600.000 Euro Mehrkosten Bei der Gemeinderatssitzung am 5. Juli erinnerte Erwin Dilitz daran, dass ursprünglich Kosten von 900.000 Euro vorgesehen waren. Die Mehrkosten von ca. 600.000 Euro sind laut Gurschler auf zusätzliche Arbeiten bzw. Unvorhergesehenes zurückzuführen. „Super Kompost“ In der von der Gemeinde geführten Anlage wird laut ­Gurschler ein „super Kompost“ erzeugt, der für 10 Euro pro Kubikmeter zu haben ist. Betreut wird die Anlage von Johann Metz (Leiter Wertstoffhof) und Robert Breitenberger. Bedauernswert ist, dass im Biomüll immer wieder Restmüll zu finden ist, der dann händisch ausgesondert werden muss. Problematisch sind auch die biologisch abbaubaren Einkaufstaschen: Die Rotte dauert im Sommer ca. drei Monate und während dieser Zeit werden diese Taschen nicht abgebaut. Sepp Laner
Josef Laner
Josef Laner
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