Zusätzlich zur Vorstellung der Lehrgangsarbeiten wurde auch der Sketsch „Sprache in der Pflege“ aufgeführt.

Für menschlichere Töne

Publiziert in 24 / 2012 - Erschienen am 20. Juni 2012
Laas – Rau, lieblos, unmenschlich: „Wir sprechen zwar oft so, aber nicht, weil wir es wollen, sondern weil wir es nicht anders können. Den meisten Menschen fehlen die guten Worte“. Dies sagte Sandra Wiesner-Mantz aus Deutschland am 11. Juni bei der Abschlussveranstaltung des Lehrgangs „Sprachbegleiter für Pflegeberufe“ im Wohn- und Pflegeheim St. Sisinius. 18 Mitarbeiter/innen des Konsortium-Betriebs Laas/Schluderns (Heime von Laas und Schluderns) hatten sich von Mai 2011 bis Juni 2012 unter der Leitung von Wiesner-Mantz in Theorie und Praxis mit humaner Gesprächsführung und bewusster Sprache beschäftigt. „Auch das Sprechen ist eine Pflegekompetenz,“ so Wiesner-Mantz, die selbst vom Pflegeberuf kommt. „Der Ton in der Pflege soll menschlicher und freund­licher werden.“ So umschrieb sie das Ziel der Weiterbildung. Auch Wortschatzübungen standen auf dem Programm sowie Praktikumsarbeiten. Initiiert hatte den Lehrgang Sibille Tschenett, die Direktorin des Konsortium-Betriebs. Die Hälfte der Stunden wurde als Fortbildung anerkannt, für die andere Hälfte opferten die Teilnehmer/innen ihre Freizeit. Die Sprache ist im Pflegealltag laut Tschenett sehr wichtig. „Jede pflegerische Handlung ist mit Sprache verbunden. Somit wird das Reden zum Pflegen“, ergänzte Wiesner-Mantz. Jeder Mensch sei im Inneren brillant, „die Frage ist nur, wie er sich zum Ausdruck bringt.“
Josef Laner
Josef Laner

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