"Für Prad": Vinschger Bahn benützerfreundlich gestalten

Publiziert in 12 / 2005 - Erschienen am 23. Juni 2005
Mit der Wiederinbetriebnahme der Vinschger Bahn steht den Einheimischen und Gästen nun ein zukunftsfähiges Transportmittel zur Verfügung. Unzählige Personen haben seit der Eröffnung am 5. Mai die Bahn und deren Einrichtungen benützt und das ist sehr erfreulich“, schreibt die Liste „Für Prad“ in einer Aussendung. Damit die Akzeptanz erhalten und noch ausgebaut werden kann, bedürfe es jedoch einiger Maßnahmen, von denen mehrere dringend erledigt werden sollten. Das Bahnhofsgebäude in Spondinig sei mustergültig restauriert worden, dennoch müsse der Zugbenützer an diesem neuen öffentlichen Verbindungsort zur Welt noch einige Unannehmlichkeiten in Kauf nehmen. „Innerhalb des gesamten Bahnhofsareals befindet sich keine einzige Sitzgelegenheit für die Fahrgäste. Besonders für ältere Menschen ist dies eine Zumutung“, schreibt „Für Prad“. Mit der Instandsetzung von zwei oder drei größeren Bänken wäre dieser Mangel für die Wartenden sehr schnell behoben. In unmittelbarer Nähe aller Fahrkartenautomaten sollten Fahrpläne, Tariftabellen und nützliche Informationen aufgehängt werden. Solche Hinweise bräuchte es auch in jedem Zugabteil. Auf dem Vinschger Fahrplan fehle leider die Ankunftszeit in Bozen. Fahrgäste, die von Meran nach Bozen weiterfahren, wollen sicher wissen, wann sie in Bozen ankommen. „Auf dem gesamten Spondiniger Bahnhofsbereich befindet sich kein überdachter Fahrradabstellplatz. Zu einem attraktiven Bahnhof gehört auch ein öffentliches Telefon, denn nicht alle besitzen ein Mobiltelefon“, heißt es in der Aussendun weiter. Eine weitere Beeinträchtigung für den Fahrgast bildeten die geschlossenen WC´s am Bahnhof von Spondinig. Obwohl die Toiletten neu eingebaut wurden, seien sie für die Zugbenützer aus unerklärlichen Gründen verschlossen und somit unzugänglich. Noch einmal wird darauf hingewiesen, „dass die Zubringerdienste bis zum heutigen Tag in keinster Weise ausreichend funktionieren. Besonders für die Fahrgäste aus dem Tal und aus Lichtenberg, die nicht im Besitze eines Autos sind oder auf dieses verzichten möchten, bleibt somit dieser neue Vinschger Zug schwer erreichbar.“ Einige Gemeinden im Tal hätte schnell reagiert und lokale Zubringerdienste eingeführt. Nachdem die Bahn seit mehr als einen Monat im Tal verkehrt, sei es an der Zeit, „dass die Gemeindeverwaltung von Prad und die zuständigen Landesbehörden sich um diese Mängel kümmern, um somit den Fahrgästen eine genügende Benützerfreundlichkeit zu garantieren“.
Vinschger Sonderausgabe

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